USA ./. Saudi-Arabien – die nächsten Kriegsdekaden sind gesichert!

Gestern konnte ich es wieder beobachten: da hatte sich eine dicke Fliege in unseren Wintergarten verirrt, fand nichts zu Essen, nicht wieder heraus und knallte wohl ein dutzend Mal mit dem Kopf voll vor die Glasscheibe.

Brrr ….. patsch ….. brrr …. patsch …. brrr …. patsch … und immer so weiter.

Das erinnert mich an den Präsident der USA. Prinzipiell macht ihn seine Aktion in Saudi-Arabien persönlich schuldig an dem Tod der nächsten Zehn- oder Hunderttausenden. Und dann auch wieder nicht.
Forscher wollen, habe ich gelesen, entdeckt haben, dass das Kurzzeitgedächtnis einer Fliege weniger als eine Sekunde abspeichert. Das macht sie dem US-Präsidenten weit überlegen. Im Vergleich zu Trump könnte eine Fliege ihren Doktor machen.
Fliegen sind aber im Gegensatz zu Trump nicht ferngesteuert. Das Unvermögen, aus dem zurückgelegten Weg hinein auch den hinaus zu finden, ist ihr selbst zuzuschreiben. US-Präsidenten aber sind ferngesteuert.

Der Waffendeal mit Saudi-Arabien entstammt als Idee ja keinesfalls dem Trump’schen Büro (geschweige denn Hirn), sondern ist als nächste Folge in der Serie: „Halten wir die ganze Region zuverlässig im Aufruhr fest!“ in den oberen Konzernetagen der US-Wirtschaft erdacht. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man in der so oft belachten Frisur von Trump die Antennen für den Befehlsempfang.
Sogar die deutsche Bundesregierung sieht sich außerstande, durch beredtes Schweigen selbst in den Ruch der Blödheit abzurutschen und zeigt Wirkung. Berlin will tatsächlich aufgefallen sein, dass die Belieferung von erzkonservativen Mördern und Verstümmlern mit Waffen, denen in den letzten Dekaden häufig aktive Terrorfinanzierung nachgewiesen worden ist, vielleicht nicht sonderlich friedesstiftend ausfallen könnte. Wahnsinn.

Rolf Mützenich, Vizefraktionschef der SPD im Bundestag, rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her und sagte (Zitat: zeit.de)

„Was die Arabische Halbinsel braucht, sind nicht mehr Waffen, sondern ein funktionierendes regionales Sicherheitssystem, welches auf Verträgen und Vertrauen beruht.“

Ausrasten möchte man darüber. Diese Erkenntnis, zwanzig Jahre früher gefasst und umgesetzt, hätte einen Osama bin Laden vollständig, die Taliban-Organisation in weiten Teilen, al-Qaida und Daesh („Islamischer Staat“) wieder ebenfalls vollkommen verhindert. Hunderttausende von Menschen würden noch leben – und im Gegensatz zu heute auch für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre keine furchtbar missgebildeten Kinder zur Welt bringen.
Das hätte aber neben den USA auch Deutschland tiefe Einschnitte in die Exportbilanz eingebracht und Teile der deutschen Bevölkerung hätten, wenn man sich jemals ernsthaft mit der Idee, Frieden im Nahen Osten haben zu wollen, bestimmt auf mindestens einen Döner oder eine Kinokarte pro Jahr verzichten müssen. Das erschien nicht hinnehmbar.
Deshalb musste eine islamistische Strömung, die vom saudischen Königshaus mit brutaler Gewalt durchgesetzt wird, seit Jahrzehnten mit großen Waffenmengen unterstützt werden – sonst hätte die Kasse nicht gestimmt.
Sogar dem sonst innerlich höchst robust ausgestaltenen England wurde das zuviel: London hat Waffenlieferungen an Saudi-Arabien ausgesetzt nachdem es im Gegensatz zu Deutschland und den USA verstanden hat, dass ihre Waffen hemmungs- und schamlos im Jemen zur Massenvernichtung von Zivilisten eingesetzt werden.

Natürlich pfeifen die Spatzen seit ebenfalls Jahrzehnten von den Dächern, dass der saudische Wahhabismus durch aktive Unterstützung in allen westlichen Ländern u.a. für den aggressiven Salafismus (der aus ihm hervorgegangen ist und von Riadh liebevoll finanziert wird!) überall auf dem Globus für Spannungen, Unruhen, Kriege und Foltereien sorgt – die zurückgebliebene Stubenfliege Trump aber schiebt dem höchst verblüfften Königshaus dennoch geradezu gigantische Waffenmengen auf den Palasthof. Bekannt ist das schon lange; es kostet unsere eigene Bundesregierung seit vielen Jahren schon große Anstrengung den Eindruck zu vermeiden, dass man das verstanden hätte. So bezahlte der Bund viele Millionen, als in Köln die „König Fahd“-Akademie errichtet wurde, die von Saudi-Arabien größtenteils finanziert, geplant und gebaut worden war. Ein paar Jahre später beklagt man sich dann lautstark über das, was selbstverständlich die zwangsläufige Folge war: Entstehung des Salafismus in Deutschland und Radikalisierung. Die Bundesregierung hat sich den Quell von Terror selbst ins Land geholt und sogar auch noch dafür bezahlt, obschon sie damals wissen musste, was geschehen würde.

Islamistische Terroristen wahhabitischer Prägung und von saudischen Gnaden zündeln, sprengen und schießen zwar auch in den USA, trotzdem hält Trump sie für die „Guten“ und ruft die königlichen Chefterroristen, Henker und Verstümmler aber dazu auf, sich gegen ihresgleichen zu engagieren.
Die mit der Fernsteuerung in der Hand rechnen mit Konten, Dollar und Euros; der Verlust von Menschenleben taucht in ihren Bilanzen nicht auf. Und der mit der Antenne auf dem Kopf und dem per Goldkette infantil geschmierten Kleinkindego merkt das alles nicht und wird auch für die Folgen seines Fliegengedächtnisses persönlich nicht einzustehen haben.

Die Friedensgefahr im Nahen Osten ist definitiv vorüber.
Wenn wir unseren dadurch verdienten Zusatzdöner essen oder den Vorspann der Extrakarte im Kino genießen, werden wir dafür dankbar sein.

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USA – Lieber Donald Trump als gar nichts zum Lachen

Okay, die Katze ist ja mittlerweile seit gut einem Jahr aus dem Sack und zwischenzeitlich regt es wohl niemanden mehr auf der Welt auf, wenn man Trump als genau den Idioten und großmäuligen Schwachkopf bezeichnet, der er tatsächlich ja auch ist.

Naturgegebenermaßen hat man Schwierigkeiten damit, gewählte Staatsmänner und -Frauen mit solchen Vokabeln zu belegen. Es fällt auch nicht unbedingt leicht (wenn auch aus ganz anderen Gründen!), Leuten wie Benjamin Netanyahu beispielsweise Charaktereigenschaften wie „Bösartigkeit“, „Verschlagenheit“, „Rassismus & Faschismus“ sowie „einen dramatischen Hang zur Lüge“ attestieren zu sollen – aber manchmal muss man einfach allen Mut zusammennehmen und Menschen genau so bezeichnen, wie sie leider nun mal tatsächlich sind.

Natürlich macht das unter anderem auch Angst; niemand will von so einem Menschen regiert werden, niemand will sich vor dem Ausland für einen Regierungschef verantworten müssen, der wie Trump, Netanyahu, Putin und Erdogan (es gibt mehr von der Sorte, aber die Genannten dürften die schlimmsten sein!) von niedrigster, menschlicher Qualität und zudem in zumindest einem Fall dazu auch noch des ganz trivialen Schwachsinnes dringend verdächtig ist. Gut, dieser Vorwurf trifft weder Netanyahu, noch Putin oder Erdogan.
Solche Regierungschefs produzieren fortwährend die Gefahr schnell eskalierender und unkontrollierbarer Konflikte – ein für Atommächte unhaltbarer Zustand. Wer sich mit der Idee wohlfühlt, dass Netanyahu und Trump die Macht über Atomraketen haben, hat nach meiner Meinung nicht mehr alle Murmeln in der Tasse. Beide sind kreischende Hysteriker, Hetzer, Lügner und neigen zu extremen Handlungen und Reden und an den Händen von einem von beiden klebt bereits das Blut Tausender. Der andere kann dafür überhaupt nicht mit seinen Worten, Ideen, Geld und Politik umgehen und faselt nur Müll, sobald er den Mund aufmacht.

Vor lauter Pragmatismus und Opportunismus bei gleichzeitig lotrecht abstürzendem Bildungsniveau soll die Bevölkerung des Westens mit der Idee umzugehen lernen, dass hinaustrompetete „Werte“, die wir zur Argumentation unserer Angriffs- und Beutekriege starten, im eigenen Innenverhältnis nicht sooooo unbedingt ernstzunehmen und nur Gegenstand von Schmierenopern sind. Denn wenn „demokratische Systeme“ die Krönung von Politmonstren wie Netanyahu und Trump ermöglichen, dann haben sie mit moralischen Werten gleich welcher Art nichts mehr zu tun und wir müssen sehr schnell über die Abschaffung einer solchen „Demokratie“ zugunsten einer Demokratie nachdenken.

Beispiel Menschen- und Völkerrrechte: die USA und Israel (als „demokratische“ Staaten) verstoßen seit Jahrzehnten massiv, wiederholt und z.T. mit bekannt wie öffentlich dargestellten, brutalen Foltermethoden, Todesstrafen, willkürlichen Entführungen und der Durchführung von Genozid und wirtschaftlich motivierten Angriffskriegen mit hunderttausenden von Opfern dagegen.
Die Diskussion um die Einführung der Todesstrafe in der Türkei und die Bewaffnung von Terrorgruppen durch Ankara in Syrien ist deshalb ganz grundsätzlich entsetzlich verlogen und nichts als reine Heuchelei – denn all diese Vorwürfe treffen die USA selbst.
Und schlimmer noch: Israel erschießt überall auf der Welt frei nach Lust und Laune jeden, der seiner brutalen Landraubpolitik entgegenarbeitet. Die USA entführen Menschen, ebenfalls überall auf der Welt, und foltern sie zur Informations- und Geständniserzwingung schwer. Es hat Fälle gegeben, in welchen Schwerverletzten jede medizinische Versorgung solange verweigert wurde, bis sie im Verhör die gewünschten Aussagen getroffen hatten.

Beispiel Regierung: Donald Trump regiert durch viele Dutzend präsidentieller Dekrete, die ohne (demokratisch gefasste) Zustimmung des Parlaments bzw. Senats in Wirkung gesetzt werden. Dass hier der Verdacht persönlicher Willkür längst zur Gewissheit geworden ist, fällt allen westlichen Politikern und Bürgern zwar durchaus auf – bleibt aber ohne überzeugende Kritik oder Gegenmaßnahmen. Trump bereichert sich persönlich an seinem Amt; Staatsgäste lädt er zur besseren Auslastung seiner eigenen Anlage gern ins eigene Haus und präsentiert den US-Bürgern anschließend für Bewirtung und Service geradezu fantastische Rechnungen.
Es ist wirklich witzig, wie sehr er sein Amt bemüht, um die komischen Fähnchen, die seine Tochter zur „Mode“ erklärt, besser verkauft zu bekommen, um ihr als Präsident ein gutes Einkommen zufließen zu lassen.
Warum das nicht ausreicht, einen amerikanischen Präsidenten aus dem Weißen Haus zu werfen, bleibt mir schleierhaft. In unserem guten, alten Europa stürzen Spitzenkandidaten schon vor der Wahl nach vergleichbaren, wenn auch wenigstens noch schamhaft versteckten Verstößen sofort darüber.

Die gesamte Aufregung über Donald Trump bezeichne ich daher als pure Heuchelei; gegen ihn wird kaum ein Vorwurf laut, der nicht schon viele westliche Staatsmänner getroffen hätte – nur die dumme Trampelhaftigkeit Trumps, der sich im Verstecken und Verleugnen solcher Winkelzüge nicht sonderlich geschickt zeigt, bringt eines dieser Manöver nach dem anderen auf unangenehme Weise ans Tageslicht. Trump legt sich Ministerien, Geheimdienste, die gesamte Presse und Polizeibehörden wie Richter übers Knie; er bedroht sie ganz offen, er beleidigt sie und stellt sie ein und feuert sie, ganz wie es ihm passt.
In Deutschland ruft ein BuPrä einmal aufgeregt und mit falschem Begehr bei einer Tageszeitung an – und ist kaum drei Tage später sein Amt los.
Trumps (außen-) politische Schweinereien sind derzeit nicht wirklich schlimmer als die aller seiner Vorgänger; selbst der ewig wie gewinnend lächelnde Sunnyboy Obama hat tausende von Menschen außergerichtlich und im Vorbeigehen von Bomben zerreißen und von Kugeln durchsieben lassen, weil sie seiner Gesamtstrategie irgendwie im Wege standen oder, wie allein in hunderten Fällen geschehen, unglücklicherweise Opfer fehlgegangener Schüsse wurden. Auch Obama hat, wenn auch sehr viel geschickter, gelogen bis zum Biegen der Balken.
Er kann aber viel eleganter als Trump sprechen, singen, tanzen, Burger essen und gibt viel bessere Fotos ab.
Obama ist besser als Trump; Obama hat seine Leichen ganz still und leise begraben (lassen) und weil uns sein fried- wie freudevolles Lächeln die Bürde des Wissens erleichtert, haben wir ihn auch so gern.

Nein – wir dürfen nicht über Trumps Tölpelhaftigkeit lachen.

Wir haben selbst vor wenigen Tagen erst einen Ministerpräsidenten (nicht) gewählt, der sich letztes Jahr noch verärgert zeigte, weil man ihm lästigerweise recht nachhaltig eine ungeheure Schweinerei bei seiner Betreuung von Studenten nachgewiesen hatte. Er hatte als Professor nämlich keine rechte Lust auf die Nacharbeit seiner eigenen Vorlesung und Klausuren wohl im Dienstwagen zwischen Suppe und Kartoffeln tabellenartig abgearbeitet, Dabei kam heraus, dass er Klausuren von Studenten, die überhaupt gar nicht anwesend gewesen waren und auch nicht mitgeschrieben hatten, mit sehr guten Noten bewertet hatte. Armin Laschet machte sich die peinlichen Nachfragen aus der Öffentlichkeit ab wie ein Stückchen Klopapier, was am Hintern klebengeblieben ist. Er knurrte zum Schluß nur noch, dass jetzt aber mal gut sein müsse und was man wohl glaube, was und wer er wohl wäre, dass man ihn mit solchen Bagatellen belästige.

Warum wir ihn „nicht“ gewählt haben?
Ganz einfach!
Seine Partei erreichte in NRW 33 Prozent aller Stimmen – bei einer Wahlbeteiligung von 65 Prozent relativiert sich das Wahlergebnis auf 22 Prozent. Das bedeutet, dass jeder fünfte Wahlberechtigte eine Entscheidung für die „C“DU gefällt hatte. Wie man ein solches Ergebnis als „demokratisch“ empfinden und in eine Regierungsbildung gießen kann, ist und bleibt mir auch für immer verschlossen.

Das ist politischer Slapstick, eine etwas dümmliche Komödie, deren Drehbuch in Hollywood mit dem Vermerk „viel zu schrill!“ abgelehnt würde.
Nehmen wir an, wir stürzen mit einem Flugzeug ab und hundert Passagiere können sich auf eine einsame Insel retten. Von diesen hundert werden fünfunddreißig in den Djungel geschickt, damit sie nach Wasser und Essbarem suchen. Kaum, dass sie außer Sichtweite sind, werden die restlichen fünfundsechzig zusammengerufen, der kleine Armin stellt sich auf einen Stein und fragt alle, ob er Häuptling sein soll. Von diesen fünfundsechzig stimmen zweiundzwanzig für ihn.

Als die fünfunddreißig mit Früchten und Wasser bepackt zurückkehren, finden sie den kleinen Armin „demokratisch sauber“ zum Häuptling gewählt vor, mit Federn geschmückt und auf einen Thron gesetzt – und sie sollen sich seinem Willen beugen. Was denken wir wohl, wie das Spiel weitergeht? Wird Armin regieren? Wohl kaum.
Nach der geltenden, freiheitlich-„demokratischen“ und rechtsstaatlichen Grundordnung Deutschlands verfüge er über eine „Mehrheit“, wird er leise murmeln, wenn er, unter beide Arme untergehakt, vom Thron geschleppt und in den Hintern getreten wird.
Aber Armin regiert.

Und, siehe da, tatsächlich aber stehen da achtundsiebzig Leute am Strand, blicken auf den Thron mit dem grinsenden und gefiederten Häuptling Armin I. darauf und von zweiundzwanzig Jüngern ergeben. Die Mehrheit der achtundsiebzig, die Minderheit also, murmelt zustimmend:

„Ihr wenigen, Ihr Minderheit, seid in der Mehrheit. Und deshalb regiert Ihr Mehrheit, die Ihr in der Minderheit seid, die Minderheit, die in der Mehrheit ist.“

Okay. Das mögen Opportunisten vehrstehen und Pragmatiker akzeptieren. Demokraten, fürchte ich, müssen ein Problem damit haben.

Armin Laschet ist ein ähnlich lustiger „Ministerpräsident“ wie Trump „Präsident“ der USA ist. Keiner von beiden wurde demokratisch, sondern nur „demokratischh“ gewählt.

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In eigener Sache: …. Und ICH soll „Antisemit“ sein?

Immer wenn dieser Vorwurf gegen mich fällt, amüsiere ich mich köstlich. Die Zeit, in der ich mich (noch) darüber geärgert habe, ist seit vielen Jahren verstrichen. Schon in meiner Jugendzeit wäre es völlig idiotisch gewesen, mir auch nur die geringsten Ressentiments gegen Juden zu unterstellen; ich habe als 16-Jähriger sehr ernsthaft die Möglichkeit geprüft, meinen Zivildienst im Rahmen der „Aktion Sühnezeichen“ in einem israelischen Kibbuz abzuleisten. Leider hat das nicht geklappt; alle verfügbaren Plätze waren auf Jahre vergeben.

Die wichtigsten Potentaten im islamischen Raum haben seit Jahrhunderten Wert darauf gelegt, jüdische Berater in ihren engeren Umkreis zu holen, weil sie ihre Weisheit schätzten. Mit Juden ist es wie mit allen anderen Menschen auch: selbstverständlich kann man mit den gebildeten unter ihnen ein friedliches wie fröhliches Zusammenleben aufbauen.

Meine Frau und ich haben in den zurückliegenden dreißig Jahren bei der Erziehung unserer Kinder großen Wert darauf gelegt, sie keinem irrationalen Hass anheimfallen zu lassen und Menschen grundsätzlich immer nur nach dem zu beurteilen, wie sie handeln, sprechen und denken – egal, woher ihre Überzeugungen kommen mögen. Heute darf ich mit großem Stolz feststellen, dass uns das vollkommen gelungen ist. Wir sind eine tolle Familie; keines unserer vier (zwischenzeitlich erwachsenen) Kinder würde sich von irgendjemandem zum Hass verführen lassen. Im Gegenteil. Jedes hat sich bereits auch mit mehr oder weniger energischem, eigenem Einsatz zwischen solche Angriffe von Doofen gegen andere eingebracht.

Und so wird unsere große Tochter Anfang Juni aus ihrem Auslandssemester aus den USA heimkehren. Eine Woche später folgt ihr amerikanischer Freund, an dessen Namen, wie meine Frau schmunzelnd berichtet, wir uns wohl dauerhaft gewöhnen müssen. Er wird zunächst zwei Wochen bei uns verbringen, dann heimkehren und sehr wahrscheinlich nach dem Abbruch aller Zelte in den USA dauerhaft zu uns kommen. Unsere Tochter beschreibt ihn als seelenvollen, friedlichen und nachdenklichen Menschen mit kulturellem Interesse.
Er identifiziert sich selbst, und da musste dann ich schmunzeln, als Ashkenasi (was sein Nachname bereits verraten hatte). Er ist Jude – und das freut mich, weil ich dadurch bereits eine große Menge an Gemeinsamkeiten zwischen mit und ihm ausmache und schon jetzt weiß, dass wir uns unausgesprochen in vielen Dingen einig sein werden.

Der ganze Rest der ganzen Familie, alle Nichtmuslime, winkte bereits ab und ließ wissen, dass es ihn nicht interessiere, welcher Religion er folgt. Er wird von allen freundlich und fröhlich begrüßt – und im Handumdrehen in unser tägliches Getriebe integriert; er wird selbstverständlich einen Platz in unserer Mitte und jede Unterstützung erhalten, immerhin spricht er (noch) kein einziges Wort Deutsch. Das wird kein Problem sein, da wir eine konsequent mehrsprachige Familie sind und jeder einzelne von uns ein sehr gutes bis hervorragendes Englisch in Wort und Schrift flüssig beherrscht.

Aus der Vergangenheit heraus und unter Berücksichtigung aller Ereignisse und Gespräche der letzten Jahre bin ich felsenfest vom heute bereits festgeschriebenen Erfolg überzeugt: Derek wird im Handumdrehen ein fester Bestandteil unserer Familie werden. Wir werden unendlich Spaß haben, weil wir sowieso und ganz generell ein grundentspannter, fröhlicher Haufen sind und er selbst auch so beschrieben wird.
Er ist im Norden der USA Sozialarbeiter und Streetworker. Bei wenigstens einer Gelegenheit „zerstörte“ er einen angenehmen Abend mit unserer Tochter, weil er spätabends einen Obdachlosen auf der Straße entdeckte, dessen Jacke als unsauber und löcherig erkannte und den Rest des Abends daran arbeitete, ihm eine neue zukommen zu lassen. Er sammelt verzweifelte und herrenlose Tiere auf, sein Facebook-Profil zeigt ihn breit grinsend mit dem Baby einer Bekannten auf dem Arm – und er löchert unsere Tochter zu ihrem größten Vergnügen mit steigender Tendenz, sie möge ihm beibringen, wie man sich in Europa benimmt, anzieht, spricht und bewegt. Der Gute hat die USA nie verlassen und wir sind für ihn völlig weiße Flecken.

Nein – Angst vor uns hat er keine. Wahrscheinlich ist er dafür schon zu gut von unserer Großen gebrieft. Im Gegenteil: obschon sie aus den USA am Sonntag bereits die schönsten Grüße zum Muttertag an meine Frau übermittelt hatte, musste sie auf sein Quengeln hin noch eine Sprachnachricht versenden und er grüßte sehr fröhlich und lachend im Hintergrund ebenfalls.

Das hier schreibe ich ins Nirgendwo … weil niemand MICH hinter DIESEM blog vermutet und diese Zeilen somit nur mir selbst gelten. Sie zeigen nur meinen Spaß an der Situation, meine unendliche Freude an dem Multikulti, den wir wirksam und konsequent leben.
Wir haben als Familie schon mehrfach und zum Teil höchst eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft mit großer Selbstverständlichkeit zusammenleben und sich gegenseitig bereichern können.

Und ICH soll „Antisemit“ sein! Was für ein Unsinn!
Mein Zweitjüngster, heute selbst gleich dreißig, fragte mich vor vielen Jahren einmal, was ich sei. Ich sagte:

Muslim, Mensch und Mann – in dieser Reihenfolge!

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Landtagswahl und Beteiligung bei 65%? Jetzt echt?

Wenn ich jetzt auch weiterhin aus Berlin das fromme wie naive „wir leben in einer Demokratie!“-Liedchen trällern höre, werde ich mich all meiner Beherrschung erinnern müssen, zu der ich je fähig war.

Mich erschreckt sowas. Situationen, in denen leere Formeln dahergebetet werden, während dicht unter der Oberfläche bereits der Verfall gärt. Die bei der Landtagswahl fehlenden 35 % der Wahlberechtigten sind der grüne Gestank nach Fäulnis, der durch die Ritzen nach oben dringt. Das sind all die Doofen, die auch eine brutale Gewaltherrschaft unter einem Diktator weder merken, noch kritisieren würden. Das sind all die verlorenen Nichtdenker, die auch weder Freiheiten noch Rechte brauchen, da sie im Zweifelsfall für sie einzustehen hätten, was sie niemals leisten können. Denn allein schon die harmlose Anforderung, sich dem Thema zu stellen und kurz mal eben im Wahllokal vorbeizuschauen, empfinden sie bereits als Zumutung.

Sie wollen einfach nur stabile Verhältnisse. Diesen ganzen 35 % muss nur eine Minderheit zur Verfügung stehen, sie brauchen glanzvolle, wenn auch inhaltsleere Träume, die sich gern auch auf maximalen Konsum und Leistungen reduzieren dürfen, die man ihnen schenkt. Diese 35 % sind wie die Esel, denen von ihrem Reiter eine Mohrrübe über eine Angel vor die Nase gehalten wird und die laufen, laufen, laufen, um sie zu bekommen.

Mir müsste mal jemand erschöpfend erklären, weshalb diesen Mitmenschen, diesen politisch vollkommen wertlosen Nullgrößen, die gleichen Rechte und Leistungen angeboten werden sollen wie denen, die sich ernsthaft einbringen – und wenigstens ihre Stimme abgeben? Wozu? Warum sollte man so wertvolle Ressourcen wie Zeit und Geduld dazu aufbringen, die Nichterreichbaren zu erreichen und zum Mitmachen zu motivieren, was misslingen muss? Weshalb eigentlich ihnen Güter und Rechte gewähren? Wofür?

Nichtwählen stellt nach meiner unumstößlichen Meinung eine verfolgenswerte Straftat dar, die mit entsprechenden Strafen geahndet werden muss. Die Strafe müsste empfindlich ausfallen; sie müsste einkommensabhängig gestaltet sein und sollte 50 Tagessätze nicht unterschreiten. Der Wiederholungsfall könnte durch Entzug von Bürgerrechten geahndet werden, die durch Schulungen, Prüfungen wiedererlangt werden können.

In Windeseile bestünde die gesamte, deutsche Wahl Bürgerschaft nur noch aus den Demokraten, deren Lachnummer sie heute sind. Und die, die sich als hartnäckige Wiederholungstäter in ihrem entrechteten Zustand wohlfühlen, werden ganz einfach nur intensiv kontrolliert und verwaltet.

Weshalb spricht unser Bundesinnenminister in Richtung Migranten nicht davon, dass es urdeutscher Kultur vollkommen entspricht, offen und frech die selbstgewählte Dummheit zur Schau zu tragen und die demokratischen Ansätze, die es überhaupt noch gibt, völlig zu ignorieren? Weshalb stellt er Deutschland nicht als das vor, was es ist? Schon Napoleon bemerkte voller Abscheu, dass die Deutschen viel lieber über sich selbst herfallen, als sich einem gemeinsamen Feind zu stellen. Ein anwachsendes Reservoire von gesellschaftlichen und politischen Nullen wird aus dieser Gesellschaft, die wie Sand im Getriebe jeder ernstzunehmenden Demokratie wirkt und sie langsam, aber sicher und liebevoll von der Regierung begleitet dadurch demontiert? Dass die Bildung eines plärrenden Heeres von ewig beleidigten Zu-kurz-Gekommenen, die mit dem Hinwerfen von Konsumartikeln und einmal jährlichen Besäufnisrituals auf gewissen Mittelmeerinseln völlig zufrieden sind, das angepeilte Ziel dieser „demokratisch“ gewählten Regierung darstellt?

Denn kein Demokrat kann den Verlust von 35 % aller Wählerstimmen annehmen und konsequenzlos die Bildung einer Regierung akzeptieren, die aus dem schäbigen Rest gebildet werden soll. Und wenn dies doch geschieht, sinkt das entsprechende Gesellschaftssystem in seiner Qualität dramatisch ab und wird sich verhalten wie eine Monarchie. In einer solchen versammeln sich wenige Wissende um den Thron und entscheiden einfach nur; mal besser, mal weniger gut.

Vielleicht wäre die Errichtung einer Monarchie in Deutschland nicht die schlechteste aller Alternativen. Die Doofen dürften straflos und ohne jedes schlechte Gewissen doof bleiben und ihr Gejammere und Gemeckere an ihren Stammtischen fiele nicht mehr peinlich für sie selbst aus. Es bliebe alles beim alten; die Reichen würden ebenso wie heute auch reicher, die Armen ärmer. Alles wie gewohnt. Niemand müsste mehr Kopfschmerzen haben, da ihm nicht immer wieder neue Entschuldigungen einfallen müssen, weil er nicht mehr von Wahl zu Wahl immer wieder aufs Neue versagt. Er hat einfach keine Wahl mehr. Was für eine Erleichterung!

Ab und zu verschwinden halt mal Leute, aber niemand wird mehr von seinem Nachbarn totgeschlagen, bloß weil er vermeintlich eine vollere Kelle aus Sozialleistungen erhält als man selber – hat man einen König, hat man den ultimativen Sündenbock. Natürlich werden alle Telefone angezapft, alle Emails gefilzt, Wanzen und Trojaner im Haus versteckt, aber das passiert schließlich heute auch.

35 % Ausfall bei der Stimmabgabe? Fast vier von zehn Bürger haben keine Lust auf Demokratie? Sie finden sie lästig? Dann sollten wir ernsthaft darüber nachdenken, sie entweder abzuschaffen oder das Stimmrecht auf die begrenzen, die damit auch etwas anzufangen wissen. Die Nicht erreichten gehören dann, wortwörtlich, entrechtet.

Ganz einfach.

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„Deutsche Leitkultur“? Achja? Was ist das?

Adolf Hitler organisierte für Benito Mussolini einen Prachtaufmarsch und präsentierte in Form einer schier endlosen Parade und zahlloser Motivwagen, was er als „deutsche Kultur“ in seiner verrenkten Geschichtsschreibung betoniert sehen wollte.

Offenen Mundes, eher ungläubig glotzend sah ich den Farbfilm, der davon existiert. Alles strahlte eine ungeheure Trivialität, Brutalität und Härte aus; selbst die Idee ästhetischer Körper (gleich welcher Art!) verkommt zur bizarr aufgepumpten Verkrüppelung jeder Realität.

Ach? Das ist nicht „deutsch“? Nein? Dafür schämen wir uns und heute sind wir die Guten? Die Wertvollen? Die sauberen? Etwa so, wie die silbern glänzenden, überlebensgroßen Geschmacklosigkeiten auf den Motivwagen von Hitler? Ich habe da was “ falsch verstanden“?

Nein. Ich habe gar nichts falsch verstanden – allein schon, weil ich um die Geschichte weiß, habe ich allerdings sehr gut verstanden und deren Lektion ist völlig unmissverständlich: immer, wenn Potentaten, Politiker und „Politiker“ davon faseln, ihre vorgebliche, nationale Kultur „bewahren“ und „beschützen“ zu wollen, ist etliches grauenvoll schiefgegangen und schlimmstenfalls werden Kriege damit vorbereitet.

Kultur war niemals statisch. In halbwegs gesunden Sozialverbänden unterlag sie grundsätzlich immer Strömungen und Entwicklungen. Kultur verändert sich permanent; eine „deutsche Kultur“ hat es sowieso nie gegeben und demzufolge redet unser Bundesinnenminister furchtbaren Schwachsinn, wenn er behauptet, wir würden hier in Deutschland einige Dinge angeblich grundsätzlich nicht und andere zuverlässig immer tun und denken. Seine Aussagen zeigen nur, welch grauenvollen Blödsinn er aus wahltaktischen Gründen abzulabern bereit ist, wenn er damit nur genügend ungebildete Wähler keilen kann.

Noch nicht einmal über die Zeit vor dem ersten, römischen Einmarsch würde man auch nur von einer „kontinentalen Kultur“ gesprochen haben können, weil auch da unentwegt immer neue Einflüsse ganz unterschiedlicher Art im Zuge von größeren und kleineren Wanderungen von Stämmen und Familien in die Region getragen worden sind. Wer in großen, zeitgeschichtlichen Dimensionen denkt (und damit auch umgehen kann!) weist die Idee von Kontinuität in Bezug auf Kulturfragen weit von sich. Jede Vorstellung von Stabilität ist Illusion und ihre Existenz wird ausschließlich nur von Menschen behauptet, die aus ihrer augenblicklichen Konstellation für sich ganz persönlich Vorteil ziehen.

Die Qualitäten, die er in seinen Ausführungen als deutsche „Leitkultur“ darstellt, haben damit nicht nur nichts zu tun – es existiert überhaupt keine „Leit“-Kultur!

Eine solche Kultur hätte sich selbst den Untergang heraufbeschworen. Noch nie, in der ganzen Menschheitsgeschichte nicht, hätten Sozialverbände über wenige Generationen hinweg überlebt, die sich aus freien Stücken selbst zum Maß aller Dinge emporgehoben und die Bereitschaft, sich von außen beeinflussen zu lassen, verweigert haben. Sogar Japan, das jahrhundertelang bewusst die Isolation gewählt hatte, hatte in dieser Zeit zahllose Errungenschaften von China und Korea übernommen.

Aber gerade das, der fatale Hang zum Überschnappen, ist tatsächlich ein sehr zentraler Punkt in der deutschen Kultur. Über viele Jahrhunderte hinweg haben sich diverse, deutsche Stämme und Familien, Fürsten und Häuptlinge immer wieder zu Übermenschen erklärt und sind jedes einzelne Mal furchtbar dafür zusammengehauen und zurück in den Rinnstein gejagt worden. Der vorletzte, typisch deutsch durchgeknallte Fatzke zettelte einen Weltkrieg an und zog sich, als ihm noch viel zu wenige Leichen auf Europas Feldern verwesten, beleidigt in ein Nachbarland zurück und gab das Feld frei für den nächsten Spinner, der auch wieder von „deutscher Kultur“ faselte und nachgerade Europas Felder noch viel üppiger in diesem Sinne mit Leichen düngte.

Ach? Oh, entschuldigen Sie bitte, Herr Bundesinnenminister, wenn ich Ihnen damit ein paar zusätzliche Notwendigkeiten auf Ihre Liste schreibe, mit der Sie „deutsche Kultur“ definieren wollen.

Sie haben übrigens durchaus Recht mit Ihrer Bemerkung, dass man hierzulande „Gesicht zeige“. Viele Deutsche zeigen über ihren Springerstiefeln in Form ihrer Glatze sogar besonders viel davon! Obschon viele von ihnen bei ihren Rudelangriffen auf Flüchtlinge natürlich nur aus rein modischen Erwägungen heraus verwegen wirkende Tücher über Nase, Mund und Kinn ziehen.

Nein, Herr Minister, Sie sind nicht Burka. Sie stehen nach ihren markigen und bei den Blöden dieser Republik auch garantiert erfolgreichen Worten sogar ziemlich nackt da.

Ich stelle Sie mir gerade nackt, überlebensgroß und versilbert auf einem der Hitler’schen Motivwagen vor, Herr Bundesinnenminister. Das ist ganz zweifellos ein sehr passendes, allerdings auch überaus verstörendes Bild. Hitler auf der Bühne würde grinsen und zackig grüßen und man würde Goebbels neben ihm leise kichern hören.

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Korea – Sollten wir das Land wirklich vernichten?

Soviel vorab: Nach dem zweiten Weltkrieg haben die USA in schnell und sehr stark ansteigendem Maße nur noch unter Lügen Kriege aus Eigennutz angezettelt. Jedes einzelne Mal schützten sie weinerlich die angebliche Verteidigung von Recht und Freiheit vor, wenn sie Millionen von Tonnenlasten Bomben und chemische Waffen irgendwo auf der Welt niederregnen ließen.

Deshalb denke ich spätestens seit dem Ersten Golfkrieg: wenn die USA zu schießen beginnen, ist grundsätzlich das Gegenteil von dem richtig, was sie als Kriegsgrund vorschieben. Im Extrembeispiel konnten wir das im Irak und in Afghanistan beobachten: natürlich hat es die „Chemiewaffen“ im Irak nie gegeben und der erste „Präsident“ Afghanistans, Hamid Karzai, war vorher nur ein glückloser Konzernangestellter in den USA, der Afghanistan eine Kooperation für eine Pipeline andienen sollte. Weil Afghanistan dies Geschäft ausgeschlagen hatte und über geradezu märchenhafte Rohstoffvorkommen verfügt, musste das Land leider in die Verhandlungsbereitschaft gebombt werden. Dass man ausgerechnet die Marionette Karzai als „Präsident“ installiert hatte, sprach von beleidigender Zynik.

Nun also Korea.

Auch hier stimmt wieder einmal das genaue Gegenteil von dem, was seit Jahren aus den USA hierzu behauptet wird. Die Zahl der Länder, die, weil wehrlos, von den USA in Grund und Boden gebombt und in geradezu steinzeitliche Verhältnisse nebst anhaltender Bedürftigkeit gejagt wurde, ist Legende. Die jüngere Geschichte beweist, dass die nordkoreanische Politik der hastigen Atomwaffenentwicklung völlig richtig war.

Würde der Irak über Atomwaffen verfügt haben, würden die USA bis heute gequält lächelnd über Ölgeschäfte zu verhandeln haben. Nur weil die USA zweifellos (!) wussten, dass Hussein weder über Atom-, noch über Chemiewaffen verfügte, erfolgte der Angriff. Auch Afghanistan wurde nur überfallen, weil es nach den furchtbaren Jahrzehnten des Krieges gegen Russland ohnehin schon am Boden lag und wehrlos war. Wir müssen also festhalten, dass die Strategie der Atomwaffenentwicklung tatsächlich das einzige Mittel darstellt, einen vernichtenden Feuerüberfall zu verhindern.

Eine schnelle Wiedervereinigung der beiden Koreas wäre vollkommen verrückt. Wir haben in Deutschland sehr eindrucksvoll erleben müssen was dabei herauskommt, wenn man zwei völlig unterschiedliche Systeme plötzlich zusammenführt. Durch unser vom Raubtierkapitalismus verstörtes Westdeutschland stolperten auf einmal Millionen von Ostdeutschen, die weder mit uns, noch mit unseren „Werten“ zurecht kamen und vor allem die Sinn- wie Nutzlosigkeit dieser gebetshaft bemühten „Werte“ nicht erkannten. Sie hungerten nach Videogeräten, Bananen, Palmen bestandene Urlaubsregionen und hatten wirklich geglaubt, wir würden den Rest auch ernst meinen. Wie tragisch.

Zurück nach Korea:

Im „Land der Morgenstille“ gilt größtenteils das gleiche. Wenn die DDR im Vergleich nur „Trabbis“ hatte und Golfs wollte, so hungert es die Menschen in Pjöngjang mittlerweile auch nach Kuchen – und nicht mehr nach Brot. Der „verrückte Diktator“ stabilisierte die Nahrungsmittelproduktion und so sind Hungerkatastrophen wie die in den 90’er Jahren mittlerweile sehr unwahrscheinlich geworden. Kim Jung Un hat dem rigiden Kommunismus seines Vaters nach dem Vorbild Deng Xiao Pings aus China erste Öffnungen installiert. Etwas Privatwirtschaft ist möglich geworden, gleichzeitig aber verbleiben beinah alle Aufwendungen der Lebensführung kostenlos. Niemand zahlt in Nordkorea für Bildung oder Busfahrten beispielsweise.

Das macht den neuen Machthaber nicht zum Menschenfreund. Aber damit kommen wir im Westen doch eigentlich ganz gut klar, denn unsere Führungen bestehen ja selbst auch nur aus Macht- und Kapitalfreunden.

Kim Jong Un schickt immer mehr Leute zum Studium ins Ausland; er selbst wurde in der Schweiz geschult und heute bestätigen seine ehemaligen Lehrer zumindest zufriedenstellende Leistungen. So wie er selbst werden die Menschen nach Nordkorea zurückkehren und es ist völlig unmöglich, dass dieser intellektuelle Schub ohne Wirkung bleiben könnte. Schon jetzt verbessern sich Produktion und Verteilung von Waren merklich; der Entwicklungsrückstand zum südlichen Nachbarn beginnt (!) sich etwas zu verkleinern. Selbst die CIA gesteht kleinlaut ein, dass der neue Diktator insgesamt und trotz aller aggressiven Schreierei einen neuen Weg beschreitet.

Sehr bewusst zeigt er sich menschlicher als sein Vater. Er redet im Gegensatz zu ihm öffentlich, zeigt seine Ehefrau und sich selbst absichtsvoll (nach einem kleinen Unfall) vor den Kameras hinkend.

Er wird uns als „böser, kriegsgeiler Metzger“ verkauft und so wählen wir nur zu gern grundsätzlich immer die ablehnende, pessimistisch ste Sichtweise auf alle seine Aktionen. Wir glauben gar nichts mehr. Auch nicht, wenn Geflüchtete offen vor den Kameras bekennen, dass nicht alle Tränen der Menschen, Lobpreisungen, Solidaritäts- und Dankbarkeitsbezeugungen erzwungene Heucheleien sind. Wir mögen es ja allzu gern vergessen haben, Nordkorea kann das aber aber nicht: eigens zur Massenvernichtung von Menschen produzierten die USA Napalm, das tausenden von Zivilisten Nordkoreas einem unvorstellbar qualvollen Verbrennungstod zugefügt hatte. Wie könnte man soetwas je vergessen?

Mir fällt immer stärker auf, dass die ganze Welt von den USA langfristig auf einen vernichtenden Überfall gegen Nordkorea vorbereitet werden soll. Also ist das Gegenteil zu tun: die USA werden notwendigerweise mit Pjöngjang ebenso offen zu verhandeln haben wie einstmals mit dem kaum weniger verfeindeten China. Sie werden die für Nordkorea unverzichtbare Atomwaffen zu akzeptieren haben. Sie können erst demontiert, abgeschafft werden, sobald die ersten, fairen Verträge geschlossen sind. Bis dahin wird und muss vielleicht der Tod noch auf die USA zielen müssen.

Den soviel ist auf jeden Fall klar: die derzeitige Lage der nordkoreanischen Bevölkerung und ihrer Regierung rechtfertigen niemals einen Krieg gegen das Land! Bisher verlautet aus Pjöngjang seit vielen Jahren, dass diese Waffen ausschließlich nur zur Beantwortung eines Angriffs gedacht sind und eingesetzt werden könnten – im Gegensatz zu den USA dienten sie nie als Drohung, in einem Angriffskrieg genutzt werden zu sollen. Die USA haben ihre Atomwaffen schon häufig als zusätzliche Option bei ihren Angriffen vor Ort vorrätig gehalten. Sie lagern welche dauerhaft im türkischen Incirlik was erklärt, dass die USA so nervös reagieren, wenn die Türkei dieses Landeigentum gegen Fremde isoliert und abriegelt.

Nein. Nordkorea ist weder ein Paradies, noch wird ihr neuer Diktator das Land dahin führen, eines zu sein. Wir können wohl frühestens in zwanzig, dreißig Jahren eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität der Menschen auf akzeptablem Niveau erwarten. Wir sehen aber fraglos den Beginn einer begrüßenswerten Entwicklung, die den Leuten dient und eine Zukunft ermöglicht.

Die Menschen, die wir heute durch einen gigantischen Krieg vernichten würden, wären alle tot. Wir würden ihnen diese Chance nehmen, riesige Zerstörungen anrichten und ein vollkommen überfordertes Südkorea dazu zwingen etwas zu tun, was es niemals bewältigen kann: die Integration eines zusammengeschossenen und vernichteten Landesteils, dessen Erde voll von Blindgängern, Gräbern und Tränen steckt.

Vor fünfzig Jahren war Nordkorea vom US-General McArthur ganz konkret mit dem Einsatz von Atomwaffen bedroht; auf seinen Befehl hin wurden dutzende bereits in die Nähe ihres möglichen Einsatzort es transportiert. Wer könnte also dem Land die völlig richtige Idee, dass nur Atomwaffen die USA in ihrer eigenen Sprache antworten können, verdenken?

Ein Fuchs traf in einer uralten Fabel eines Tages den Igel. Er sagte ihm, dass doch Friede unter allen Tieren befohlen sei und er also endlich seine Stacheln abwerfen solle. Der Igel entsann sich so vieler Angriffe durch den Fuchs, bei denen ihm nur seine stachelige Abwehr geholfen hatte.

„Aber brich Du Dir dann vorher erst die Zähne.“ antwortete der Igel lakonisch und zog seines Weges.

 

 

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Ein Special für „Ron Jeremias“

Sie sind mir ein treuer Freund.

Ich schätze den Umstand, dass Sie meine Beiträge konsequent und regelmäßig lesen, sehr. Denn so kommen meine Gedanken genau dort an, wo sie auch hin sollen.

Ihre ebenso bizarren wie völlig verrückten Ausfälle und Beleidigungen zeigen mir wie ein Thermometer, dass das offizielle Israel nebst seiner merkwürdigen „Freunde“ wie Sie einer sind, unter immer größeren Druck gerät, dass selbst auch unter den Staaten, die Israel bisher reflexhaft bei all seinen Verbrechen unterstützt hat, eine zunehmende Distanzierung Raum greift.

Dieses Israel isoliert sich zunehmend und bekommt anwachsende Probleme im Innern. Das ist gut so. Es tut mir nicht sonderlich leid, das Leute wie Sie, Herr „Jeremias“, immer wütender werden, denn das halte ich für einen akzeptablen Preis für den Gewinn, dass dadurch ein großer, umfassender Krieg mit vielen Toten und großen Zerstörungen vermieden wird.

Sie zählen zu den Blinden, wie sie das nationalsozialistische Deutschland millionenfach beherbergt hatte und Sie würden keine Sekunde zögern, mich etwa zu beseitigen oder doch zumindest zusammen zuschlagen – eben ganz genauso wie die vielen Millionen Deutsche, die Juden auf die Knie und in die Gaskammern zwangen und bereitwillig alle System-“ Feinde“ umbrachten.

Ihre Wut ist ein ganz, ganz kleiner Preis und ein gutes Zeichen. Sie zeigen mir sehr schön an, dass die Welt mittlerweile auf einem guten Weg ist, die langsam echt lächerliche „Antisemitismus!“-Schreierei zu ignorieren beginnt und wenigstens langsam schon mal über Maßnahmen nachdenkt, dies offizielle und extrem hässliche Israel wieder auf einen guten Kurs zurückzuzwingen. Reiche wie Nazideutschland und das offizielle Israel  von heute zeichnen sich dadurch aus, dass ihnen kurz vor dem endgültigen Kollaps nur noch intellektuell stark eingeschränkte und bildungsferne Subjekte die Stange halten – während sich die Intelligenz öffentlich zurückzuhalten und (zumindest heimlich) an Ausstiegsszenarien arbeiten. Und da ist reichlich Substanz! Das private Israel verfügt über sehr viele freundliche und entspannte Menschen, die im Gegensatz zu Ihnen unter den Ungerechtigkeiten leiden, die ihre Regierung über das Land gießt. Ich finde gerade unter den Juden innerhalb und außerhalb Israels jede Menge Freunde, die sich ebenso wie die halbe Welt vor der israelischen Regierung geradezu ekeln.

Deshalb sind mir Ihre dümmlichen Schreiereien tatsächlich hochwillkommen und ich würde mich freuen, wenn der nationale und internationale Druck auf Elemente wie Sie noch weiter zunähme.

Vielleicht geben Sie es noch nicht einmal vor sich selber zu, aber ich weiß, dass Leuten wie Sie nicht anders können, als konsequent weiter bei mir zu lesen. Das ist gut so.

Vergrößern Sie mein Erfolgserlebnis, zeigen Sie Wirkung! An den immer groteskeren Schreiereien, Bezichtigungen, Lügen und Beleidigungen konnte die Welt damals erkennen, dass das nationalsozialistische Deutschland am Ende war.

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