Atheisten – eine inbrünstig betende Sekte

Im Grunde ist es immer wieder äußerst amüsant, Leute zusammensitzen zu sehen, die vollkommen hysterisch, top-aggressiv und sich selbst tatsächlich gebetsmühlenartig immer wieder die gleichen Gedanken und Ideen vorbeten die zum Inhalt haben, wie furchtbar doch die gläubige Umwelt ist, die hysterisch, top-aggressiv und sich selbst gebetsmühlenartig mit immer wieder den gleichen Gedanken die Welt erklärt.

In wippender Bewegung schaukelt man sich dann sanft nach oben …. der Spitze der Palme immer näher, von der aus dann bald nur noch wütende und beleidigende Angriffe gegen andere möglich sind, weil man halt nicht noch höher klettern kann. Denn irgendwann ist jede noch so hohe Palme einmal zuende gewachsen – und so sehr sich diese Sektierer auch bemühen, wie sie sich auf dem schwankenden Baum auch hochrecken, sie erreichen den Himmel nicht, um Allah eine Ohrfeige zu verpassen. Denn das ist, wohl irgendeinem frühkindlichen Trauma geschuldet, ihr höchstes Anliegen.

Ich sehe sie direkt vor mir: die bekennend unheiligen Inquisitoren dessen, was sie selbst für hohen Verstand halten, wie sie imaginäre Scheiterhaufen umtanzen, auf die sie alle erdenklichen, religiösen Werke und Bücher werfen. Man sollte ihnen nicht zu nahe kommen, denn die Polizisten des vorgeblich reinen Verstandes verdächtigen schnell jeden, ihrer Meinung abhold zu sein und dann wird man, nur mal so zum angewöhnen, von dergestalt vollständig Indoktrinierten „Arschloch“ genannt. Sie kämpfen mit einer solchen Wut um die Vorherrschaft ihrer Meinung, um die alleinseligmachende Monstranz ihrer Meinungsvielfalt, dass sie sengend und mordend durch die Landschaft ziehen.

Auf die Bäume, ihr alle, die ihr einem religiösen Bekenntnis folgt! Da reitet die unheilige Inquisition im Kampf um die Meinungsvielfalt, Freiheit, da lauft ihr Gefahr, totgeschlagen zu werden!

Das ist tatsächlich witzig. Sie sitzen Schulter an Schulter um das Lagerfeuer ihrer Gedanken herum, auf dem Bücher von Religionen, Kruzifixe und Gläubige brennen und sie wärmen sich gegenseitig in der kalten Nacht der Einsamkeit; bärbeißig, wütend und verzweifelt der festen Überzeugung, dass alle, die sie umgeben, dumm sind, weil sie ihrem Götzen nicht folgen und huldigen. Sie singen sich gegenseitig Lieder von der Heiligkeit, Unberührbarkeit ihrer Idee, sie schwingen gewaltige Beleidigungskeulen gegen alles und jeden, der ihrem Götzen mit Namen „Atheismus“ nicht folgt. Sie verstehen alles, immer und besser natürlich als alle – deshalb erklären sie jedem Religiösen haarfein, messerscharf und ohne Duldung jedes Widerspruchs, wie dämlich, wie gefährlich, wie brutal und gemein dessen Bekenntnis ist. Wehe, wehe, man neigt nicht das Haupt vor ihnen, bezeichnet sich selbst als Unwürdigen, als Dummen, als verstandesfreien Rückständigen – das Feuer wartet schon.

Da gibt es hier ein blog, das ich ganz gern besuche, wenn ich einmal herzhaft über die Meister der Intoleranz lachen will, die mit Maschinengewehren jedem Religiösen die Kugeln „Ihr seid alle intolerant!“ um die Ohren jagen. Zugegebenermaßen war ich anfangs verblüfft und hatte mich mit Kommentaren gemeldet – aber das gelang nur in Ansätzen.

Plopp – und meine Kommentare sind weg. Gelöscht. Oder gar nicht erst freigeschaltet. Diese Inquisition verbrennt Bücher, noch ehe sie gedruckt sind. Stehengeblieben ist das saftige „Arschloch“, was einer der glühendsten Gläubigen des Unglaubens unter einen erneuten Selbstbefriedigungsartikel zu dem Thema, dass jemand versucht hat, einem Auditorium einen sogenannten „Gewalterlaubnisvers“ aus dem Qur’an zu erläutern, als Kommentar gesetzt hat.

Sich selbst genehmigt dies blog einen faszinierenden Aufschluss über die Qualität und Zielrichtung seiner Idee – plakativ wirbt man mit dem Begriff „Atheismus“, während die technische Adresse das Wort „Blasphemie“ enthält. Was für ein niedlicher Auflehnungsversuch präpubertierender Kinder, die irgendetwas suchen, was sie rational verbrämen können (um nicht ganz so trivial und blöd zu wirken) aber nur dazu gedacht ist, weise Eltern zu beleidigen. Sie plärren und giften, ziehen sich aneinander hoch, bestätigen sich gegenseitig, erklären sich untereinander für klug, benutzen und kennen (vorgeblich) so gaaaanz schwere Wörters wie „Nietzsche“ etwa und fühlen sich toll, intelligent und schön dabei.

Sie sind eine Sekte.

Der Welt, Gläubigen im Allgemeinen völlig ungefährlich, harmlos, ja eigentlich zu bemitleiden. Ihrer sind nicht viele, und darunter leiden sie, das feuert sie an, das macht ihre Verzweiflung wachsen. Wo doch sie die einzig tolle Avantgarde der Intelligenz, des reinen Verstandes sind, dessen brennendes Kreuz sie hoch, hoch und immer höher in die kalte Nacht halten. Und jedem Gläubigen auf den Kopf schmettern, der ihren Weg kreuzt. Denken sie zumindest – denn diese Idee tröstet sie auf ihrem verlorenen Posten, auf ihrem einsamen wie eisigen und steinernen Inselchen, an dem keine Schifffahrtsroute vorübergeht.

Sie dürfen das alles – und müssen das sogar. Sie sind die Irregeleiteten, über die uns Allah unterrichtet; sie sind die, die bereits in der ersten Sure, „al-Fatiha“ benannt sind. Zu bemitleiden eigentlich, zurückgelassen und zurückgeblieben, einsam, unverstanden und mit …. sagen wir vorsichtig: ungünstiger Zukunftsprognose für die Zeit nach ihrem Dahinscheiden. Aber das festzulegen, mit Bestimmtheit auszusagen, das ist Sache Allahs. Er hat sie uns geschaffen, damit wir an ihnen lernen und uns durch sie warnen lassen vor ihrem Beispiel von Hysterie, Fanatismus und Intoleranz. Sie sind geschaffen, uns zu lehren; sie sind unverzichtbar, von der Offenbarung längst offen bezeichnet und beschrieben.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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10 Antworten zu Atheisten – eine inbrünstig betende Sekte

  1. Muriel schreibt:

    Wir können uns auch gerne siezen, wenn Sie das vorziehen.
    Peinlich finde ich zum Beispiel, sich über Leute zu erheben, die „der Spitze der Palme immer näher“ kommen, „von der aus dann bald nur noch wütende und beleidigende Angriffe gegen andere möglich sind, weil man halt nicht noch höher klettern kann.“ – die es zweifellos unter Atheisten zahlreich gibt -, in einem Tonfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass man selbst sich nahe der Spitze der selben Palme bewegt.
    Aber ich denke, wir werden das nicht weiter vertiefen können, denn ich kann mit dem Respekt nicht dienen, den Sie von mir erwarten. Sollten Sie aber auch ohne den weiter reden können und/oder wollen, bin ich durchaus noch da.

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    • echsenwut schreibt:

      Sie enttäuschen mich einerseits, andererseits habe ich nicht viel anderes erwartet – Sie versagen meinem Glauben und mir also den notwendigen Respekt. Und fragen mich allen Ernstes auch noch, ob ich ohne diesen weiterdiskutieren wolle. Da ist nun die Frage an mir, ob Sie’s vielleicht doch auch ein bisschen merken.
      Ich hatte mich u.a. auf das im bewussten blog als Kommentar gesetzte „Arschloch“ bezogen, und da halte ich meine Charakterisierung mancher Atheisten als blindwütige Dummköpfe für durchaus gerechtfertigt.

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      • Muriel schreibt:

        Ich ohne jede Frage auch. Und wenn ich noch mal drüber nachdenke: Worte haben ja schillernde Bedeutungen, und wenn Ihre Vorstellung von Respekt auch einschließt, Leute als blindwütige Dummköpfe zu bezeichnen, muss ich mich natürlich korrigieren: Mit dieser Form wäre ich auch bereit zu dienen.

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      • echsenwut schreibt:

        Für mich bedeutet Respekt, niemand persönlich herabzuwürdigen und niemanden zu beleidigen; Sie werden bei mir grundsätzlich niemals finden, dass ich solches tue – mit einer einzigen Ausnahme: wenn sich jemand aus dem Stand rüpelhaft und beleidigend äußert. Und dieser Jemand hatte in Unkenntnis der Person, über die die Rede war, sofort mit „Arschloch“ reagiert, und damit jede Grenze deutlich nach unten durchschlagen, bis zu der auch meine Respektbezeugung reicht.
        Sie werden es mir vielleicht nicht abnehmen, aber Sie HABEN meinen Respekt. Ich kenne nun Ihren (Vor-) Namen, ich befinde mich mit Ihnen in einem Dialog und würde mich daher nie dahin vergreifen, Ihre Meinung, Ihre Werte, Ihre Person lächerlich zu machen. Sie haben es sich ganz augenscheinlich mit der Ausbildung Ihrer Meinung und Ihres Weltbildes nicht einfach gemacht; Sie sind weder ein rüpelhafter Schreihals, noch scheinen Sie zu Beleidigungen zu neigen. Das „nötigt“ mir keinen Respekt ab, denn diese Wendung würde implizieren, dass ich mich zumindest innerlich dagegen zur Wehr setzen würde – was ich definitiv nicht tue. Ich respektiere Ihre Arbeit an sich selbst, an der Welt, an Spiritualität – und damit nicht zuletzt natürlich auch Ihre Person. DAS ist DER Respekt, den ich meine. Das schließt jedoch gleichzeitig vollkommen aus, dass ich mit jemandem einen Dialog würde führen können, dem die Laufschrift: „Du bist ein Idiot, und Deine Werte sind lächerlich!“ über die Stirn läuft.
        Sind Sie in der Lage, mit DIESER Form zu dienen?

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      • Muriel schreibt:

        Selbstverständlich.
        Aber ich möchte lieber nicht, glaube ich. Schönen Abend noch.

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      • echsenwut schreibt:

        Sie KÖNNEN Respekt zeigen, WOLLEN es aber nicht – ich verstehe das, weil es meine Erfahrungen frustrierenderweise leider nur bestätigt. Das schließt Sie für mich aus dem Kreise ernstzunehmender Mitdenker konsequent und kategorisch aus. Denker investieren sich, aber das scheint Ihnen fremd und daher unmöglich zu sein. Sie arbeiten offensichtlich nicht an einer Lösung, für mich gehören Sie damit zum Problem (unserer Zeit)
        Auch Ihnen noch eine gute Zeit!

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      • Muriel schreibt:

        Wir Atheisten lieben ja unsere Feinde, aber niemanden so sehr wie Sie.

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      • echsenwut schreibt:

        Es wird jetzt langweilig.
        Verzeihen Sie mir bitte, dass ich mich nun weitaus wichtigeren Themen widme. Ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber Ihre Reaktionen geraten inhaltsleer.

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  2. Muriel schreibt:

    Und dieser Post ist dir, auch jetzt so rückblickend, kein bisschen peinlich, oder merkst du’s doch auch ein bisschen?

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    • echsenwut schreibt:

      Hmmmm …. nun wüsste ich nicht, ob, und falls ja wo, wir zwei zusammen im Sandkasten gespielt hätten …. mir ist niemand mit dem Namen Muriel persönlich bekannt.
      Nun wäre mir daran gelegen zu erfahren, welche Textstelle mir denn (gemäß Ihrer Vorstellungen) „peinlich“ sein sollte. Oder muss ich annehmen, dass Sie zusammen mit den Sektierern auf einem dunklen wie kalten Inselchen sitzen und sich am Lagerfeuer der soooo tollllen „Ideen“ wärmen? Falls Sie mir Ihr brennendes Weisheitenkreuz auf den Schädel zimmern wollen ….. zack! …. Daneben! 😀

      Sie sind herzlich eingeladen, mit mir über Themen wie „Glaube ./. Unglaube“, „Atheismus“ und ähnliches zu reden und zu diskutieren. Aber da ich Sie persönlich, schon da ich Sie überhaupt nicht kenne, nicht angegangen bin, erwarte ich Respekt – sowohl vor meiner Person als aber insbesondere (!) vor meinem Glauben. Ich bin jedoch sehr sicher, dass da jetzt nichts mehr von Ihnen kommt – denn eines, das können Atheismussektierer gar nicht ab: Selbstbewusstsein dessen, den sie im Fadenkreuz haben.

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