Kurden und Terror – untrennbar?

Dem scheint so zu sein.

Amnesty International jedenfalls übt harte Kritik an genau den Kurden, die von Deutschland mit reichlich Munition beschenkt worden sind – ich übersetze mal:

Durch absichtliche Zerstörung ziviler Wohnhäuser, in einigen Fällen dem Abriss und Niederbrennen ganzer Dörfer, dem Fortjagen ihrer Bewohner ohne vertretbaren, militärischen Grund, misssbraucht die „autonome Verwaltung“ ihre Autorität und missachtet Menschenrechte schamlos.

Bewohner der Regionen Raqqah und Hasakeh, die von Amnesty International interviewed wurden, gaben an, dass die Kurden den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ nur vorschieben, um ihre Zerstörungen zu rechtfertigen. Amnesty kam zu dem Schluss, dass die Zerstörungen nicht etwa infolge von Kämpfen erfolgten, sondern als Strafmaßnahmen gegen die Stadt- und Dorfbevölkerungen verhängt werden, in denen eine Minderheit dem „IS“ möglicherweise Unterstützung gewährt hatte.

Die kurdische Miliz YPG drohte den Einwohnern in einigen Fällen, sie gegenüber den USA als „Terroristen“ zu denunzieren, um Luftangriffe gegen sie zu erwirken, falls sie nicht freiwillig ihre Häuser verlassen würden.

Sie sagten uns, dass wir gehen müssten oder sie würden der US-Koalition sagen, dass wir Terroristen seien und ihre Flugzeuge würden uns und unsere Familien treffen. (Sawfan, Augenzeuge)

Redur Xelil, Sprecher der YPG, wies alle Beschuldigungen zurück; syrische Kurdeneinheiten behaupteten, Dörfer nur in unmittelbarer Frontnähe geräumt zu haben, um die Menschen vor den Kämpfen zu schützen. Amnesty jedoch verweist auf einige Interviews, die Beobachtungen von Zwangsevakuierungen aus Dörfern schildern, die weit von jeder Frontlinie entfernt liegen.

Natürlich war es von vornherein eine unsägliche Dummheit seitens Merkel, eine Organisation, die durch ihren Terror 40.000 Tote zu verantworten und sich auf Befehl ihres Führers Öczalan schwerster und grausamster Vergehen schuldig gemacht hat, mit Waffen zu bedienen. Ebenso von vornherein musste zwingend eingeplant werden, dass die Kurden diese Waffen unter Missachtung aller Menschenrechte selbstverständlich zur Verfolgung ihrer eigenen Zwecke einsetzen und sich mit Gewalt Land aneignen würden. Die PKK ist zusammen mit ihrem syrisch-irakischen Arm YPG nicht umsonst seit Jahrzehnten offiziell als Terrororganisation in Europa verboten.

Vergessen wir nicht, dass die Kurden nach der Besetzung von Ain al-Arab (aus mir unverständlichen Gründen „Kobane“ genannt) durch den „IS“ eine harte wie freche Erpressung an Ankara gerichtet und gefordert hatten, die Türkei solle sich gefälligst militärisch schnell an der Rückeroberung der Stadt beteiligen und die Kurden bewaffnen, sonst sähe man sich dazu gezwungen, den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat neu aufzunehmen. Zahlreiche westliche Staaten haben auf derlei Erpressungsversuche gegen sich bereits ganz wesentlich härter, umfassender, brutaler reagiert – da kann man weder die Türkei noch Erdogan für die Reaktion, kurdische Terrornester zu bombardieren, kritisieren.

Und dazu tragen die Kurden ihren bewaffneten Kampf gegen die Türkei nach Deutschland; sie belästigen und bedrohen türkische Gemeinden und beschmieren ihre Moscheen. Wiewohl Deutschland gegenüber der Türkei noch immer einen Vorsprung in Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hat und (friedliche!) Demonstrationen buchstäblich von jedermann zulassen kann, ist Gewalt einer ausländischen Terrororganisation hier im Land als stellvertretendem Schauplatz definitiv nicht hinnehmbar. Es wäre schön gewesen, wenn sich die Kanzlerin rechtzeitig an den brutalen Charakter der Kurden sowie der 40.000 Toten und der Zerstörungen und Aggressionen hier in Deutschland erinnert und auf die Belieferung mit Waffen an sie verzichtet hätte.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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