Es ist ziemlich vorbei, Israel ……

Benjamin Netanjahu befördert die „dritte Intifada“ nach Kräften und bemüht sich um noch viel mehr Gewalt und Hass.

Seine Tarnung als vorgeblich „verhandlungsbereiter“ Staatsmann Israels, der die „Hände zu den Palästinensern ausstreckt“, beginnt nachhaltig zu bröckeln. Dutzende von Videos, die das Gegenteil beweisen und Soldaten, Privatleute und Polizisten in ihren Gewaltorgien zeigen, kursieren schon längst überall in sozialen Medien und sie werden nun auch in steigendem Maße von der Presse zur Kenntnis genommen – und genau darin liegt das Problem für die rechtsradikale und rassistische Führung Israels.

Persönlich bin ich ziemlich davon überzeugt, dass Netanjahu nicht nur diese Intifada sehr zielgerichtet, absichtsvoll und geplant herbeiprovoziert, sondern diesen Kampf zur „Endlösung“ seiner „Groß-Israel“-Träume erklären will. Unter dem Deckmäntelchen „brutalen, palästinensischen Terrors“, der völlig überraschend auf Israel hereinbricht, autorisiert er mit Wut- und Brandreden in kurzer Abfolge seine „Sicherheits“-Behörden zu immer schnellerer, immer brutalerer Gewalt. Und das funktioniert ja auch – zumindest für die Augen israelischer Bürger.

Was neu an der Auseinandersetzung ist, ist die breiter werdende Wahrnehmung von Palästinensern durch Israelis als „Tiere“ und diese geht einher mit drastisch zunehmenden Hasstiraden und -Handlungen an den Opfern dieses neuen Krieges. Schändungen, Schmähungen von Leichen und Opfern gibt es seitens der Palästinenser überhaupt nicht, unter Israelis hingegen erfreuen sich diese bizarren und widerwärtigen Praktiken jedoch deutlich ansteigender Beliebtheit. Wie im Rausch übertreffen sich Israelis gegenseitig in ekelerregenden Äußerungen und (tatsächlich oftmals sexuell eingefärbten!) feuchten Träumen, was sie mit dem dargestellten Opfer alles anstellen würden, wenn sie nur könnten. Das Video eines Kindes, dass in einer großen Blutlache liegt und mit verzerrtem Gesicht minutenlang im Todeskampf nach Luft ringt, wird begeistert kommentiert. Wie die Nazis früher die Leichen toter Juden fröhlich begröhlten, sie umtanzten, Freudenfeste abhielten, so umtanzen und bejubeln heute Israelis die toten Körper von Palästinensern.

Es ist ziemlich vorbei, Israel ……. diesen Kampf wirst Du nicht gewinnen, Deinen Hass nicht vererben und die erschreckenden Einträge in den Geschichtsbüchern nicht mehr verhindern können. Wenn Dein Kapitel geschlossen ist, wird man sich schaudernd an ein Land erinnern, dass zum Preise seiner Allmacht und krankhaften Übergeschnapptheit keine Grausamkeit ausgelassen hat. Du wirst in jedem Fall untergehen, Israel … und hättest es nicht müssen.

Ein bisschen Land, ein bisschen Wasser, Gerechtigkeit, Gleichheit, Teilnahme an Dir, Israel, von denen, die vor Dir dort gelebt und das Land besessen haben – das wäre alles gewesen, was Dir für eine gute und haltbare, zu verteidigende Zukunft in Rechnung gestellt worden wäre. Israel – Du bist nie ein „jüdischer“ Staat gewesen und wirst nie einer sein. Die Geschichte wird Dich verurteilen und tausende und abertausende von toten, misshandelten, verletzten und entrechteten Menschen sitzen auf Deiner Anklagebank.

Die Raserei des Netanjahu, der damit das Ansehen seiner gesamten Nation schändet und zum Verbrecher macht, der Millionen von israelischen Bürgern zu Mittätern und Mitschuldigen machen und ins Unrecht reißen will, zielt auf die „Endlösung“ ab, die „Reinigung“ eines „Groß-Israel“ von allem, was nicht jüdisch ist – und lässt damit einen Schrecken wieder auferstehen, der seine eigenen Leute damals an den Rand der Vernichtung getrieben hat.

Ein furchtbares Wort: „Endlösung“ – nicht wahr …. ?

Jedesmal, wenn sich in Nürnberg damals die Bodenklappe öffnete und eine Nazi-Größe mit Strick um den Hals in die Tiefe sauste, konnte die Welt ein Stückchen genesen und sich ein bisschen von dieser fürchterlichen „Endlösung“ entfernen.

Unlängst setzte ein Bürgermeister eines Ortes nahe bei Haifa einen Satz unter seine Handlungsanweisungen an die Polizei, der mich tief erschreckte:

Wir sind die Herren des Landes.

Da möchte man über die Flure und Straßen der Welt rennen und rufen: „Feuer! Es brennt! Komme jemand und lösche!“ – denn solche Sätze zünden die Menschlichkeit, Gerechtigkeit, die Köpfe und gleich ganze Menschen an.

Es ist ziemlich vorbei, Israel …. und Deine schlimmsten Schreihälse beginnen zu verstehen, dass ihre Träume niemals wahr werden, dass man sich ihrer eines nicht allzu fernen Tages nicht mehr erinnern will. Deshalb wird dieser Krieg in naher Zukunft noch sehr viel wütender, blutiger, hasserfüllter und zerstörerischer werden, viel mehr Menschen töten, halbe Ortschaften vernichten. Ich betrachte dies als den Todeskampf des Israels, welches wir heute kennen. Das Israel eines Netanjahu steht auf verlorenem Posten – es wird diesen Krieg in jedem Fall verlieren. Die Weltöffentlichkeit wird die zunehmende Grausamkeit und die beständigen Lügen seiner Regierung bald nicht mehr hinnehmen; schon heute wenden sich viele „Freunde“ Israels angeekelt ab. Die Stimmung wird unter der zunehmenden Flut von Bildern, Zeugen, Filmen und sonstigen Beweise für die Wahrheit sehr bald radikal kippen. Die Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof wird ihr Übriges dazu tun. Es ist gleich vorbei, Israel ……. Du wirst vielleicht noch Tausende, aber wohl nicht mehr Zehntausende für Deine kranke Raserei opfern können.

Aus dessen Trümmern wird und muss eines Tages ein neues Israel für alle entstehen, ein Israel für alle.

Advertisements

Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft, Intifada, Israel, Krieg, Kultur, Leben, Palästina, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.