Israel – weitere Lügen, Schüsse auf Unschuldige, Übergriffe auf die Presse, also alles wie immer

Israa Abed, 29, eine junge Frau aus Nazareth, wurde am 09. Oktober von israelischen „Sicherheits“-Kräften an der Afula-Bushaltestelle mit drei Schüssen niedergestreckt.

Hier das Video dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=g-aSvRUw-tQ

Wie in vielen anderen Fällen auch, wurde sie unmittelbar nach den Schüssen natürlich bezichtigt, angeblich eine „Messerattacke“ ausgeführt haben zu wollen. Und wie in vielen anderen Fällen auch, brachen die Vorwürfe auch hier unter Zeugenaussagen und eben diesem Video in sich zusammen. Abed hatte jedoch mehr Glück als andere: sie lebt (tatsächlich noch). Die Soldaten, die sie niedergeschossen hatten, werden selbstverständlich und wie üblich weder verhört noch angezeigt – geschweige denn verurteilt.

Bei al-Bireh, in der Nähe der Siedlung Beit El in Norden von Ramallah, rammte ein israelischer Militärjeep bei einer Demonstration einen palästinensischen Jugendlichen. Journalisten wurden von Soldaten mit Pfefferspray traktiert, um Aufnahmen zu verhindern, dass die ebenfalls hinzugeeilten Sanitäter mit Pfefferspray daran gehindert wurden, dem Verletzten zu helfen. Diya Housheya, ein Journalist von Alghad Alarabi TV, sagte, dass niemand dazu aufgefordert worden sein, sich fernzuhalten. Vielmehr hätten die Soldaten sofort damit begonnen, sie zu schlagen und mit Pfefferspray anzugreifen. Bassam Huraish, einer der Sanitäter, sagte: „Als ich ankam, schlug mir ein Soldat in den Nacken. Trotzdem lief ich weiter, um dem Jungen zu helfen. Aber ein israelischer Grenzpolizist sprühte mir Pfefferspray ins Gesicht und ich konnte nichts mehr sehen.“

Hier sind gleich zwei Videos dazu: https://www.youtube.com/watch?v=BuI-GtJOINs und https://www.youtube.com/watch?v=5hkBKWLoW3E

Beide Videos zeigen sehr deutlich, sehr klar, dass die Sanitäter mit Gewalt davon abgehalten wurden, den Verletzten zu behandeln

Auch hier wäre nun nicht bekannt, dass irgendeiner der (übrigens hervorragend erkennbaren!) Soldaten und Polizisten belangt oder auch nur dazu verhört worden wären. Vermutlich wird man auch hier von einer „Messerattacke“ sprechen – und der Fall „verschwindet“ für die israelischen Bürger und proisraelischen Kräfte auf der Welt wie üblich in der Kartei „Verteidigungshandlung“.

Mit der zunehmenden Zahl von Kameras in Form von Smartphones und von einigen Organisationen gratis für diese Fälle verteilten Videokameras hat Israel ein durchaus ernstzunehmendes Problem. Wenn es derzeit noch gelingen kann, diese Aufnahmen offiziell totzuschweigen, deren Existenz einfach zu leugnen, so wird dies mit der weiter ansteigenden Zahl solcher Aufnahmen und Zeugenaussagen in vergleichsweise kurzer Zeit nicht mehr gelingen. Wohl auch deshalb greifen Soldaten und Polizisten vermehrt die Presse an; sie schlagen zu, sprühen Pfefferspray und nötigenfalls stoßen sie auch völlig offen schwere Drohungen gegen Journalisten aus.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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