USA – ein bisschen Terror erschrecken, aber nicht zuviel.

Da sieh mal einer an …… die ganze Wahrheit findet man häufig in halben Sätzen.

Im publizierten „Ach, übrigens …. “ mancher Presseerzeugnisse zu dem Umstand, dass die USA nun tatsächlich doch die Überlandtransporte des „IS“ in Form von 160 Tankzügen voller gestohlenen Öls bombardierten, lässt die Augenbrauen hochziehen.

Wie passt das eigentlich ins Bild?

Seit mindestens zwei Jahren ist bestens und sattsam bekannt, wie der „Islamische Staat“ an die ungeheuren Summen kommt, die er zur Bezahlung seiner Streitkräfte und für die Ausrüstung braucht: er stiehlt Öl. Erst waren es ein oder zwei, dann fünf oder sechs, zum Schluss irgendwie mindestens ein gutes Dutzend Ölquellen, die eingenommen und ausgebeutet worden sind.

Die Welt hat tatenlos zugesehen. Natürlich auch die USA.

Eine plausible Erklärung dafür, dass diese Transporte nicht längst unterbunden wurden und dadurch der Geldhahn für den Terror abgeschnitten worden ist, existiert nicht. Nicht, wenn man den Verlautbarungen der US-Regierung Glauben schenkt.

Denn soviel ist doch wohl klar: ein Konvoi von mehreren hundert (!) Tankzügen, die mangels einer Pipeline das gesamte, geförderte und gestohlene Öl zu Verladeeinrichtungen transportieren, ist ganz zweifellos durch Luftüberwachung und Satelliten erkennbar. Gezielt angegriffen wurden sie ebensowenig wie es auch nur vereinzelte Versuche gegeben hätte, dem „IS“ die Ölquellen zu entreißen.

Warum nicht?

Und warum passt das zu der Theorie, dass die USA den gesamten Konflikt in der Region samt dem Wüten des „IS“ insgeheim nicht nur ganz gut aushalten, sondern sogar selbst initiiert haben. Sie wollen den „IS“ nicht im geringsten auslöschen – und warum sollten sie das auch tun? Ein zerstörter, in endlosen wie unendlichen Kriegen verhafteter, Naher Osten verspricht ein Ausbleiben solidarischer und wirkungsvoller Aktionen der bedeutendsten, ölfördernder Staaten – nebst eines ansteigenden und ungebrochen hohen Bedarfs an Waffen. Wohl deshalb reiste der US-Senator John McCain Mitte 2013 persönlich im Rahmen einer zwar geheimen, letztlich jedoch aufgeflogenen Gesprächsreihe nach Idlib in Syrien und verteilte großzügig Waffen. Dabei anwesend war, wohl nicht ganz zufällig, ein für die USA aussichtsreicher Kandidat: der spätere „Kalif“. Er dürfte bei diesem Termin ebenfalls reichliche Zusagen für Waffenlieferungen erhalten haben.

Seit mindestens zehn Jahren bilden sich die USA noch immer ein, sie könnten die Bestie Terror zähmen, zügeln und reiten. Unter dieser Annahme erklären sich viele seltsame und nur scheinbar widersprüchliche Handlungen der USA und ihrer Verbündeten auf einmal und wirken überaus logisch.

Die Schaffung von Frieden, Stabilität, wirtschaftliche Prosperität im Nahen Osten verspricht gedrosselte Ölförderung und stark ansteigende Preise. Die extrem hohe Einkommenssituation der Golfstaaten würde eine Rüstungsvorhaltung ermöglichen, die die Region selbst für die USA beinahe unangreifbar erscheinen ließe, oder doch zumindest jeden militärischen Interventionsversuch extrem verlustreich gestalten würde.

Jetzt also, jetzt plötzlich bombardieren die USA die Öltransporte des „IS“. Dies könnte theoretisch auf die Einsicht in Washington hinweisen, dass man sich hinsichtlich der Verfügbarkeit und Lenkbarkeit von Terror verschätzt habe und nun, fast klammheimlich, der eigenen Schöpfung den Geldhahn zudrehen und somit ein Überleben recht schnell fraglich machen könnte.

30.000 Kämpfer unter Waffen brauchen ungeheure Summen – und das jeden Tag. Pro Tag aber nimmt der „IS“ gegenwärtig durch die Öltransporte und -Verkäufe etwa 2 Millionen US-Dollar ein. Das ist der Lebensnerv des „IS“.

Und erst heute, nach Paris, nach hunderten und tausenden von Toten, nach zerstörten Ländern und unüberblickbaren Strömen von Flüchtenden – heute bequemen sich die USA plötzlich, den „IS“ wirksam zu bekämpfen.

Warum?

 

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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Eine Antwort zu USA – ein bisschen Terror erschrecken, aber nicht zuviel.

  1. echsenwut schreibt:

    …. Und ich hatte mir schon Sorgen um Sie gemacht, mein lieber „WS“, und mich gefragt, ob Sie langsam zu Verstand gekommen wären. Aber das scheint Ihnen (leider) nicht zugestoßen zu sein.
    Bleiben Sie bei guter Gesundheit!
    Ihren Müll habe ich natürlich wieder mal gelöscht …. aber diesmal tatsächlich doch gelesen. Sie sollten wirklich weniger trinken, wenn Sie schreiben.

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