J. Todenhöfer: Brief an den „Kalif“

Seit ich sein Buch „Warum tötest Du, Zaid?“ gelesen habe, neige ich Herrn Todenhöfer sehr zu. Er hat sich meinen tiefen Respekt verdient. Wenn man sich vor Augen führt, dass er sich als vermeintlich strammer CDU-Oberer lange Zeit auf der Rosinenstraße in der Politik bewegt und dabei wirtschaftlich enorm prosperiert hatte, nur um dann seinen inneren Fragen zu folgen, alles bisher Geglaubte in Frage stellte um sich vor Ort selbst ein Bild von den realen Verhältnissen im Nahen Osten zu machen, wird man seine Lebensleistung kaum anders honorieren können.

Er ist eine von ganz wenigen Stimmen, die nicht dem Reflex folgen, der da heißt: „Wie können wir unsere gedankliche Starrheit und Starrsinnigkeit weiterverfolgen?“

Als Christ, der er ungebrochen auch weiterhin ist, bietet er einem Muslimen ganz exakt das Bild des Christen, dem im Qur’an Lohn und Lob von Allah versprochen werden. Selbstverständlich hat er kein Bisschen von seiner ihm eigenen Religiosität aufgegeben, keinen inneren Meter Platz verlassen und kein Quentchen seiner Religion fahrenlassen.

Nun hat er kraft seiner Erfahrung im Nahen Osten einen „Offenen Brief“ an den „Kalif“ geschrieben, der mich persönlich wegen seines Kenntnis- und Verständnisreichtums tief bewegt hat. Ich füge hier den Link zu dem Dokument ein:

http://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152946051040838:0

Sein Schreiben erinnert mich inhaltlich sehr stark an die Ausarbeitung von 120 hoch- und höchstrangigen Gelehrten des Islam, die vor beinah einem Jahr ihrerseits in Kairo eine „offizielle“ Stellungnahme des gemeinschaftlichen Religionsverständnisses aller Muslime weltweit verfasst und diese, akademisch sehr sauber, mit zahllosen Zitaten aus dem Qur’an und der Sunnah angereichert hatten. Dieser Umstand, dass Todenhöfer ganz ähnliche Punkte findet, die dem „Kalifen“ vorzuwerfen sind, spricht sehr von seinem Kenntnis- und Verständnisreichtum.

Ich betrachte diesen bizarren „Kalifen“ seit einiger Zeit nicht mehr als „Karnevalskalifen“, der im Schlafrock umherwandelt, sondern als unerträgliche Bestie, als Krebsgeschwür im Gesicht des Islam. Er ist ein kaum noch an Grausamkeit und Widerwärtigkeit zu übertreffendes Vieh – und all die, die seinem Befehl folgen und das Grauen über die Menschen bringen, sind nach meiner festen Überzeugung zur Hölle verdammt. Wenn es Todenhöfer auch anders, gesetzter und förmlicher ausdrückt, so schimmert dennoch eine zumindest sehr ähnliche Überzeugung bei ihm durch.

Sehr geehrter Kalif Ibrahim, ich wünsche Ihnen, dass sich die verfeindeten Parteien im Irak und in Syrien endlich einigen und dadurch Ihren militärischen Aktionen den Nährboden entziehen. Möge Allah Sie stoppen!

Dieses Vieh in seiner islamischen Verkleidung wurde uns Muslimen durch den Qur’an und durch unseren Verehrten Propheten (saws) längst angekündigt, vorhergesagt – und all die, die ihm folgen, hätten dies rechtzeitig erkennen können, wenn sie ihren Qur’an gelesen und verstanden hätten.

 

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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