Israel – stiehlt Land …. und Leichen.

Die Sache mit den vielen „Messerattacken“ hat für israelische „Sicherheits“-Behörden einen ziemlich unangenehmen Haken: manche der Erschießungen könnten als das, was sie sind, auffliegen. Hinrichtungen.

Von all den vielen Fällen, zwischenzeitlich sind mindestens 94 Palästinenser und 19 Israelis durch wilde Angriffe und Schießereien ums Leben gekommen, liegen einige Videobeweise für die Annahme vor, dass eine unbestimmte Zahl solcher Angriffe von Israel im Nachhinein als „Messerattacke“ getarnt wurden.

Palästinensischen Augenzeugen, die in vielen dieser Fälle die bloße Anwesenheit irgendeines Messers oder ähnlichem Hieb- oder Stichwerkzeug verneinen, hört ohnehin niemand zu. Sie sind Zeugen zweiter oder gar dritter Klasse, die weder in Israel, geschweige denn im „befreundeten“ Ausland irgendein Gehör finden. Da muss man sich fragen, weshalb dem eigentlich so ist.

Es wird davon berichtet, dass einige Male Messer von Soldaten auf die Leichen gelegt worden sein sollen. Mittlerweile viele Videoaufnahmen beweisen, dass klar erkennbar Palästinenser ohne den geringsten Anlass erschossen wurden. Einfach so. Peng. Weg. Mitunter erfasst die israelische Hysterie die eigenen Leute; für manche Israelis wird ihr arabisches Aussehen zum Verhängnis. Sie werden von Horden zusammengeschlagen und blutend liegen gelassen – wenn sie Glück haben.

Eine Hinrichtung, die vor etwa einem Jahr stattfand und bei der einem 17-jährigen Jungen israelische Armeekugeln in den Rücken (!) gejagt wurden, wurde von Israel zum Anlass für eine neue, recht widerwärtige Strategie genommen. In diesem Fall beantragte die Familie des Opfers eine Obduktion. Hierbei wurde nicht nur nachgewiesen, dass eine israelische Armeemunition zum Einsatz kam, sondern auch, dass der tödliche Schuss aus einiger Entfernung und gezielt in den Rücken erfolgt war. Da ist es beinah unnötig zu erwähnen, dass der Schütze nach einer kurzen wie erwartet „ergebnislosen“ Untersuchung weiter keinerlei Konsequenzen zu erdulden hatte. Im letzten Monat musste Fadi Alloun in Jerusalem sterben; sein Pech war es, panikerfüllt vor Gewalttätigkeiten bei einer Demonstration fliehen zu wollen – und dabei an einer Horde von Polizisten und kreischenden Israelis vorüberzulaufen. In diesem Fall zeigen gleich zwei Videos, dass die Polizei von den rassistischen Kreischern aggressiv zu den dann erfolgenden Todesschüssen aufgefordert wurde.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=AGGp4e2oUhk

Dem toten Alloun warf man natürlich auch eine „Messerattacke“ vor, obschon er völlig unbewaffnet und gerade von der Arbeit gekommen war und nur nach Hause laufen wollte, und seine Leiche wurde den Angehörigen bisher auch nicht übergeben.

Also werden den Familien heute die Leichen ihrer hingerichteten Angehörigen erst gar nicht ausgehändigt, weil Obduktionen befürchtet werden. Im Augenblick verweigert Israel die Herausgabe von insgesamt neun Kinderleichen, von denen allein in dieser Woche drei hinzugekommen sind. Es könnte sich auch schwierig gestalten sich vorstellen zu sollen, dass ein Kind angeblich in Notwehr erschossen werden musste, weil es plötzlich ein Messer gezogen und Soldaten angegriffen haben soll – wenn die Kugel im Rücken sitzt und nachweislich aus größerer Entfernung abgefeuert worden ist.

Schon heute fällt der israelischen Regierung das eisige Schweigen zu der Frage immer schwerer, weshalb unter den 94 toten Palästinensern mindestens 14 Kinder sein können und wie sich manche Stellungnahmen der Polizei und des Militärs halten sollen, es habe sich bei den Hinrichtungen um „Verteidigung gegen Messerattacken“ gehandelt, obschon es gegensätzliche Videomitschnitte und reichlich Zeugenaussagen dagegen gibt. Wenn jetzt auch noch unabhängige und wissenschaftlich korrekt durchgeführte Obduktionen auftauchen, die Fernschüsse in den Rücken nachweisen, wird eine weitere Zunahme an kritischen Meldungen nicht mehr zu vermeiden sein.

Und schon heute können es viele westliche Presseerzeugnisse nicht mehr vermeiden oder unterdrücken, auch solche und ähnliche, kritische Stimmen und Berichte zu Israel zu bringen.

Die israelische Regierung hat von Tag zu Tag immer größere Schwierigkeiten, ihre Strategie der Lügen aufrecht zu erhalten. Bisher konnte sie auf die Kumpanei ihrer „Freunde“ zählen, die gegen besseren Wissens, gegen jede Wahrheit unkritisch alles bestätigten und abgesegnet hatte, was Israel auch immer tat oder sagte.

Die Videotechnologie ist einer der größten Feinde Israels – und gleichzeitig die harmloseste, aber wirksamste Waffe in Händen Palästinas. Die Versuche, die Flut dieser Beweise zu „Paliwood“ zu erklären und behaupten zu wollen, die Bilder seien gestellt, sind hilflos – und oft erschreckend jämmerlich.

Israel peitscht sich selbst mit immer härteren Schlägen in eine Erregungskurve, deren Folgen von Tag zu Tag immer schrecklicher werden und den „Freunden“ auch immer weniger Raum lassen, ihre unkritische Haltung beizubehalten.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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