Israel – warum raubt es Leichen?

Eine Taktik der israelischen „Sicherheits“-Behörden nimmt in steigendem Maße groteske, bizarre Züge an. Ehrlich gesagt, schüttelt es mich.

Dutzende von Kinderleichen werden von diesen Behörden nicht an ihre Angehörigen herausgegeben.

Das hat insbesondere zwei Gründe:

Zum ersten sollen Obduktionen vermieden werden. Alle diese Kinder sind nach Zeugenaussagen auf einer Entfernung erschossen worden, die die Behauptung, sie seien angeblich in schierer Notwehr getötet worden, ad absurdum führen. Es ist mithin auch nur sehr schwer erklärbar, wie ein dreizehn oder vierzehn Jahre altes Mädchen jemandem hätte gefährlich werden können, als es auf eine Entfernung von mehreren Metern hingerichtet worden ist. Wenn die israelischen Behörden dann auch noch das Ergebnis einer Obduktion kommentieren müssten, nach welchem der Einschuss im Rücken liegt, wird es ganz besonders eng. Es gibt dann keine andere Erklärung mehr als die, dass die Soldaten und Polizisten ohne jede Not, aus reiner Willkür und Spaß am Töten auf Kinder schießen. Das macht sich nicht so toll in der Presse. Wirklich nicht.

Zum zweiten provoziert man damit Muslime. Israelische Behörden setzen absichtsvoll Maßnahmen, Objekte und Handlungen ein, um Araber spezifisch an ihren besonders neuralgischen Punkten zu attackieren. Deshalb benutzen sie beispielsweise speziell ausgebildete Hunde; es gibt Filmaufnahmen davon, dass verhaftete Kinder festgehalten und ganz offen den Bissen von Hunden ausgesetzt wurden. Beerdigungen müssen nach islamischem Brauch am Tage ihres Dahinscheidens bestattet werden. Hält Israel die Leichen zurück, ist dies nicht möglich. Damit werden die Familien der Getöteten, ob sie nun infolge eines Angriffs oder aus reiner Willkür erschossen worden sind, zusätzlich geschädigt.

Jetzt aber registriere ich zum ersten Mal, dass Israel sogar Einsatzkräfte darauf verwendet, palästinensische Familien zu überfallen und Leichen gewaltsam zu rauben:

Ayman Samih al-Abbasi aus der Nachbarschaft Ras al-Amoud in Ostjerusalem wurde von israelischen „Sicherheits“-Kräften am 29. November erschossen. Ein Augenzeuge, Anwar Abbasi, sagt aus:

Nach einer Weile stürmten israelische Kräfte den Bereich um Aymans Körper an sich zu reißen, aber palästinensische Jugendliche hatten die Leiche vesteckt und auf dem Silwan Friedhof kurz nach Mitternacht bestattet.

Die israelische Regierung wird von ihren „Freunden“ weltweit natürlich auf solche Vorkommnisse nicht angesprochen. Solange die Presse aus diesen verstörenden Schandtaten keine Meldung macht, können sie auch durch eisiges Schweigen auf der Weltbühne vermeintlich ungeschehen gemacht werden. Sie sind aber geschehen.

Und deshalb wird das Töten und Sterben auch weitergehen.

Es hat jedoch eine Zeitenwende stattgefunden, mit der die israelische Regierung nicht umzugehen weiß: jeden Tag dringt eine immer größer werdende Fülle von Belastungsmaterial und Beweisen an die Öffentlichkeit, die von immer mehr Menschen weltweit aufgegriffen und weiterverbreitet wird. Neben der auf Linie gebrachten Presse entfaltet sich eine mediale Wirklichkeit, die Israel nicht mehr steuern kann. Selbst die USA waren unlängst gezwungen, gleich zwei Videos, die einen schweren Missbrauch und harte Folter an einem ihrer Staatsangehörigen aus zwei Blickwinkeln dokumentiert hatten, offiziell zur Kenntnis zu nehmen.

Heute wird mir niemand, weder aus der betonharten wie häufig heuchlerischen Israel-Fraktion, noch sonst irgendjemand die Frage beantworten – die Leser hier aber nehmen diese meine Frage sicherlich mit und eines Tages wird diese Frage so laut, dass Israel wird antworten müssen:

Warum raubt Israel Kinderleichen?

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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2 Antworten zu Israel – warum raubt es Leichen?

  1. chekker schreibt:

    Was kommt nach dem „Leichenraub“? Bluttrinken? Verdammt nah‘ dran an Ritualmordlegenden.

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    • echsenwut schreibt:

      Mir ist natürlich völlig klar, wie diese Nachricht wirken muss. Sie IST allerdings leider weder Märchen noch Legende – sie ist ebenso bizarre wie auch ekelerregende Wirklichkeit. Mir wäre viel lieber, ich könnte solche News als tendenziös, erlogen, stark eingefärbt vom Tisch wischen – aber leider sprechen steigende Zahlen, Namen, Daten und sonstige Fakten vom Gegenteil. Das ist schon ziemlich krass und ich kenne kein anderes Beispiel, in welchem ein faschistischer Staat fremder Leute Leichen stiehlt. Auch aus der Historie nicht. Googeln Sie die Namen und Angaben. Recherchieren Sie selbst.

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