USA – Obama am Ende

Was am Ende geblieben sein wird, wenn er seinen Stuhl im Oval Office geräumt hat?

Eine Welt, die durch ihn um einiges schlechter, böser und blutiger geworden ist.

Den Bevölkerungen des Westens ist die Gnade der Dumm- und Blindheit zuteil geworden, deshalb sehen sie den Zustand der Welt nicht. Die ganzen Kriege sind weit, sehr weit weg und die paar Toten, die wir hier aufgrund des Terrorismus zu beklagen haben, sind gemessen an den Opferzahlen und Berichten wüstester Zerstörungen in den Regionen, denen der Westen angeblich „Frieden“ bringen will, geradezu ein Witz.

Unsere Kameras drehen sich schamhaft weg, wenn unsere westlichen Streitkräfte ganze Landstriche verwüsten, Bomben aufgrund schlampiger Zielaufklärung in Wohngebiete jagen, Tausende von toten, unschuldigen Zivilisten frech als „Terroristen“ bezeichnen um ihren Tod irgendwie zu rechtfertigen. Es sind zum größten Teil Obamas Drohnen, die weitab von jeder gefilmten Szenerie für uns unsichtbar und unhörbar Kinder abknallen und es sind Obamas Krieger, die den verzweifelten Eltern in aller Unverschämtheit womöglich sogar grinsend erklären, nunja, ihre manchmal gerade achtjährigen Kinder seien ja wohl Terroristen gewesen.

Sunnyboy Obama, der mit dem gewinnenden Lächeln, seinem Charme, seinem federnden Gang, seinem tadellosen Anzug, dem nimmt man die vielen Toten und die grauenvollen Zerstörungen, die seiner Amtszeit zu verdanken sind, irgendwie nicht übel. Obama könnte vor laufenden Kameras einem Säugling die Kehle durchschneiden und Tausende würden seufzen: „Ist er nicht süß?“. Das anhaltende Sterben und Töten im Irak, zu dessen wirkungsvollen Beendigung Obama irgendwie so gar keine Lust hatte, die beinahe ungebrochene Kumpanei mit dem Kriegsverbrecher und Folterknecht Netanyahu wirkt auch weiter fort, das heimtückische Abknallen in Pakistan, das Totalversagen auch seiner eigenen Regierung in Afghanistan – nichts davon wäre angetan, einen Fleck auf seinem Anzug erscheinen zu lassen. Auch Obama hat Hunderttausende getötet und mit seinem eigenen Versagen alle Kriege nur noch schlimmer gemacht, ausgeweitet.

Obama hat mit seiner Politik eine Klientel an die Oberfläche gespült, die sich ähnlich Strömen von Fäkalien bei Starkregen aus dem Gully hochdrücken. Der republikanische US-Senator Ted Cruz etwa entblödet sich nicht, ganz offen wie offiziell vom „Carpet Bombing“ gegen Daesh zu träumen:

“I don’t know if sand can glow in the dark, but we’re going to find out.”

(Übers.: Ich weiß nicht ob Sand in der Dunkelheit glühen kann, aber wir werden es herausfinden.“

Im Nahen Osten jagte diese Äußerung vielen einen ungeheuren Schrecken ein. Sie werten sie als Ankündigung eines Atomwaffeneinsatzes – wohl weil sie nicht mit der Möglichkeit rechnen, dass Cruz viel zu dumm ist, um diesen Zusammenhang zu erkennen und sein Satz nur blödes Geschwafel war.

Der Idiot Donald Trump hetzte unlängst eine Meute in Columbus, Ohio, mit seinen feuchten Träumen von Folter immer weiter auf. Er gefiel sich darin, nicht nur Waterboarding als völlig selbstverständliches Mittel genehmigen zu wollen, sondern sann auch lautstark über eine ganze Reihe von weiteren Foltermethoden nach. Das Monstrum Trump ist das Werk eines Obama; ohne dessen kurzsichtige, fehlerhafte und verlogene Kriegspolitik, der die Welt immer mehr Kampf und Terror zu verdanken hat, würde es einen Trump nicht geben.

Human Rights Watch (HRW) veröffentlichte im Dezember einen 153-seitigen Bericht mit dem Titel „Keine weiteren Entschuldigungen“, der sich explizit mit dem CIA-Folterprogramm befasst. Gemäß der UN-Konvention gegen Folter erfüllen mehr als ein Dutzend Spitzenpolitiker unter G.W.Bush alle Voraussetzungen, um auf Basis dieser Konvention angeklagt und verurteilt zu werden. Geschehen ist gar nichts. die Konvention wurde von Ronald Reagan 1988 unterschrieben und 1994 unter Bill Clinton ratifiziert. Sie ist aber tot. Sie interessiert niemanden.
Auch Obama würde sich an sie nur erinnern, wenn er mit ihrer Hilfe Gegner irgendwo auf der Welt anklagen und ausschalten könnte. Als er gewohnt lässig vor einigen Jahren feststellte: „Ja, wir haben da ein paar Leute gefoltert.“, schob er direkt auch einen ganzen Blumenstrauß an Entschuldigungen für die Folterer aus seinen Reihen hinterher – und hat niemanden dafür belangt. Warum auch. Wie schon Nixon festgestellt hatte, gilt auch für Obama: „Wenns die USA tun, dann ists auch kein Verbrechen.“

Man muss schon ganz ausgesprochen blöd sein, um die Spanne der zurückliegenden zehn Jahre nicht ausreichend weit überblicken zu können um zu erkennen, wohin die Welt dank Obama getrieben ist. Sie ist weit schlimmer von Terror zerrissen als je zuvor, immer mehr Länder stolpern in den Abgrund der totalen Destabilisierung. Obamas wenig kluges Stammeln, Stottern, Stolpern und Schweigen in Bezug auf einige Entwicklungen, die die USA selbst insgesamt überhaupt zu verantworten haben, hat Tausenden das Leben gekostet und ganze Landstriche total vernichtet.

Auch wenn den USA der wirtschaftliche Absturz womöglich erspart bleibt, so treiben sie dennoch ungebremst und unaufhaltbar auf allen menschlichen Ebenen dem Niedergang zu. Mittelalterliche Schreiereien, Schießereien gehören mehr denn je zum Alltag; Aggressivität in Verbindung mit provokant hergezeigten und gewogenen Eiern hat den Platz von Intelligenz und Stil eingenommen. Über Lügen und Verlogenheiten regt sich heute kaum noch jemand auf.

Wenn der Idiot Trump die Wahl gewinnen und Präsident werden sollte, dann ist dies auf jeden Fall die Schuld Obamas.

Und dann wird alles nur noch schlimmer.

 

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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