Demokratie? Abzuschaffen?

Meine Kindheit und Jugend war begleitet von Hohn- und Schmähreden Deutschlands in Richtung Osten. Die damalige UdSSR, das heutige Russland, galt als Hort des Bösen, einer überkommenen, bösartigen und minderwertigen Gesellschaftsphilosophie und der Aggression. Hätte man den Menschen damals gesagt, Russen äßen Kinder, würde man das vermutlich auch ohne große Probleme geglaubt haben.

Der Kommunismus galt als falsch, verlogen, nicht funktionstüchtig. Mein Lehrer stellte uns damals den „dritten Weg“ vor, erörterte mit uns das System des Sozialismus und kam, welch Wunder, zu dem Schluss, dass diese beiden Wege nichts taugen. Sie allesamt setzten, wenn sie denn hätten funktionieren sollen, die Existenz des „neuen Menschen“ voraus. Eines Menschen, der aufgrund allgemeiner Wohlfahrt das Weiterkommen der gesamten Gesellschaft dem eigenen, maximierten Konsum in dem Bewusstsein vorzöge, dass sein Wohlleben mit dem der ganzen Gesellschaft prosperiert. Diesen Menschen gibt es nicht.

Wir betrachteten zusammen Bilder von haushohen Erntemaschinen im Osten, die aufgrund eines kleineren Defekts verlassen und mitten auf den Feldern stehengelassen wurden. Niemand hatte so recht Lust auf eine Reparatur; die Maschine gehörte ja niemandem und niemand hatte persönlich wegen des Ausfalls Nachteile. Also blieb sie stehen, bis sie vollends verrottete. Wir hörten von phantastischen Kartoffelernten; gigantische Mengen strömten in Zentralläger – da man zwar die Ernte maximieren, aber nicht dauerhaft nutzbar machen konnte, verdarb ein gewaltiger Teil davon und trotz Rekordernten hungerten viele.

Manche dieser Phänomene waren Lachnummern. Sie haben uns bewiesen, dass mit dieser Philosophie im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen war. Richtig genug brach der Kommunismus auch zusammen. Und wir fühlten uns gut. Wir waren die Sieger. Unsere Demokratie, unser System war stärker, besser.

Bis heute weigern wir uns standhaft, die dramatisch anwachsenden Probleme und Webfehler unseres eigenen Systems zu erkennen. Wir fühlen uns als die Übriggebliebenen; als die Nachfahren in der Evolution menschlicher Gedanken, die das Licht des nächsten Tage noch gesehen haben.

Wie viele der weit mehr als 80 Millionen Bundesbürger mittlerweile zu den Verlorenen und Blöden zählen, ist weitestgehendst unbekannt. Meiner persönlichen Einschätzung nach sind es um die achtzig Prozent aller Bundesbürger. Wie der Kommunist keine persönliche Verantwortung und Verpflichtung im stehengebliebenen Mähdrescher sieht, so sieht auch der Deutsche weder Verantwortung noch Verpflichtung, sich aktiv und proaktiv um seine Gesellschaft zu bekümmern. Er meldet sich ab. Zum Fußball. In den Urlaub. Und all das wechselweise, auf jeden Fall aber dauerhaft. Er findet nicht statt. War er zuvor (noch) zu ungebildet und chancenlos, sich in der Tiefe um wahrhaft staatstragende Themen zu kümmern, so ist er heute mangels grundlegenden Interesses definitiv nicht mehr fähig dazu. Natürlich wäre er in der Lage dazu, sich ein differenziertes Bild etwa um ein „Bruttosozialprodukt“ zu verschaffen. Das wäre auch gar nicht allzu schwer; man muss wahrlich kein Wissenschaftler sein, das zu verstehen. Der durchschnittliche Blöde, also achtzig Prozent unserer Gesamtbevölkerung, verspürt aber überhaupt keine Lust dazu.

In Zusammenhang mit jeder grundgesetzlich garantierten Freiheit ist hier auch kein Zwang aufzubauen. Zur allgemeinen Belustigung gab es ja zumindest mal vor vielen Jahren im „Bundeswehrhandbuch“ einen Satz, der immer wieder allgemeines Gelächter provozierte:

„Ab einer Wassertiefe von einem Meter fünfzig hat der Soldat selbständig mit Schwimmbewegungen zu beginnen.“

Dieser Satz stand im Rang eines Befehls. Wenn nun also einem Soldaten das Wasser bis zum Scheitel reichte und er noch immer nicht schwamm, konnte dies als Befehlsverweigerung gewertet werden und zog im Kriegsfall möglicherweise eine standrechtliche Erschießung nach sich. Wenn man die Wasserleiche geborgen hatte, konnte man sie also ordnungsgemäß erschießen.

In unserer heutigen Gesellschaft beginnt der Bürger allerdings keinesfalls damit, intellektuelle Schwimmbewegungen zu beginnen, weil uns die Problem- und Krisenfluten bis zum Scheitel stehen. Der Bürger, der ach so demokratisch freie Bürger, findet einfach nicht statt. Er denkt nicht über die Probleme nach, er arbeitet nicht an Lösungen, er steht auf dem Fußballplatz oder liegt auf Malle am Strand. Sollen es doch die anderen richten. Es gibt in der Tat kein „Bürgerhandbuch“, mit dem die Totalverweigerung geahndet werden könnte. Kein Gesetz verpflichtet Bürger zur Teilhabe – oder auch nur zur Bildung. Niemand nimmt die Verpflichtung, die aus einer Demokratie für jeden einzelnen resultiert, ernst – oder überhaupt auch nur zur Kenntnis. Sie sind alle weg.

Gregor Gysi hat dies Phänomen einmal treffend auf den Punkt gebracht. Vor Jahren, als wieder einmal über den Mindestlohn gestritten wurde, sagte er (sinngemäß):

Es ist schon erstaunlich. Wegen solcher Fragen brennen in Paris dutzende von Barrikaden und Autos, Tausende strömen auf die Straßen und protestieren, zwingen ihre Regierung zum Rückzug und verändern so tatsächlich die Politik. In Deutschland finden sich zwei, drei Omas in Berlin mit Plakaten in der Hand, die nicht für sich, sondern für ihre Enkel protestieren.

Na klar. Den Enkel, den es direkt angeht, den findet man gröhlend auf dem Fußballplatz oder besoffen auf Malle. Denn der hat sowieso „keine Zeit“. Und keine Lust. Und außerdem ist jeder ein Idiot, der sich nicht ausschließlich um sein eigenes Vergnügen kümmert. So ein Quatsch. Was soll das auch. Dafür bezahlt man ja Politiker. Das ödet ja nur an.

Eine Demokratie arbeitet wie ein Ruderboot. Es ist darauf zwingend angewiesen, dass es von möglichst vielen Passagieren gerudert und gesteuert wird. Denn wenn das nicht geschieht, steht es auf der Stelle oder prallt gegen Felsen. Und im Ruderboot Deutschland rudern nur noch ein oder zwei Verrückte, während der Rest „BILD“ liest, säuft, sich sonnt, mit seinem Nachbarn Skat spielt. Dafür aber beschweren sich alle lauthals, dass nichts voran ginge, falsche Ruderbefehle erteilt würden und alles meckert, weil das Boot zu sehr im Schatten steuert und zuwenig auf der sonnenbeschienenen Flussseite. Viele der Nichtruderer erheben ihre Ruder und wollen es anderen Nichtruderern auf den Schädel schmettern.

Es bleibt festzustellen, dass eine Demokratie einen vielleicht nicht unbedingt „neuen“, auf jeden Fall aber einen anderen Menschen braucht – und unsere Bevölkerung hat sich als unfähig erwiesen, mit diesem höchst sensiblen Konstrukt verantwortungsvoll und bewusst umzugehen. Sie verhält sich, getreu ihrem kommunistischen und sozialistischen Vorbild, genau wie der menschliche Urahn: sie sucht Fressen, Sex und Konsum. Auf dem Wege dahin überwindet sie kenntnisreich und geschickt Hemmnisse. Sind diese bewältigt und hat sich der Zustrom an Wohlfahrt und Gütern stabilisiert, legt sie sich schlafen und schert sich einen Dreck.

Deshalb haben wir eine blöde Meute auf den Straßen, die ihren Zustrom an Gütern und Wohlfahrt gefährdet sieht und für sich einklagt, auch weiterhin ohne jede weitere, eigene Partizipation an der Arbeit und Verantwortung üppig versorgt zu werden. Aus den Augen eines demokratischen Politikers betrachtet besteht die deutsche Bevölkerung zu achtzig Prozent aus Totalausfällen. Aus Unmündigen, aus Bescheuerten, deren signifikantestes Merkmal die stark ansteigende Aggressivität ist, mit der Töpfe, Pfründe und „Ansprüche“ verteidigt werden.

Ich halte diesen Trend persönlich für unumkehrbar. Er weist uns auf grundsätzliche Webfehler unserer Demokratie hin und würde Regeln, Gesetze, Vorschriften und auch Strafen, Bestrafungen erfordern, um sie auch in Zukunft noch wenigstens halbwegs funktionstüchtig zu halten. Nichtbeteiligung, Nichtwissen, Verweigerung und allgemeine Dummheit müssten theoretisch unter (fühlbare) Strafe gestellt sein – aber wohin würde uns das führen? Nur in ein halbtotes System, das nur unter Opferung aller möglichen Freiheiten überleben könnte.

Ich würde die Demokratie dahingehend verändern, dass ein „Bürgertest“ über das Maß persönlicher Freiheiten entscheiden würde. Man müsste vielleicht einen Bogen mit etwa zwanzig Fragen zur Theorie und aktuellen Situation unseres Staates aufbauen. Etwa „Was versteht man unter der Gewaltenteilung?“ bis hin zu „Wie heißt der Innenminister (des eigenen Bundeslandes)?“ Wer von den zwanzig Fragen gerade die Hälfte beantworten und keine lückenlose Beteiligung an Wahlen nachweisen kann, muss bis zum nächsten Test auf Post-/Briefgeheimnis, Versammlungs- und Redefreiheit etwa grundsätzlich verzichten und würde nur verwaltet, aber nicht gefragt. Es würde sich mit der Zeit ein unterer Rand der Totalverweigerer manifestieren, der selbst für solche Maßnahmen unerreichbar bliebe. Das wären dann allerdings gleichzeitig genau die Elemente, um die sich eine Demokratie wirklich nicht mehr kümmern kann – und darf.

Wenn ich das Geschreie der Blöden schon höre! „Die Politik ist schuld!“. Das ist der ultimative und unwiderlegbare Beweis für vorliegende Blödheit – denn dieser Vorwurf trifft denjenigen selbst, der diesen Vorwurf erhebt.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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4 Antworten zu Demokratie? Abzuschaffen?

  1. Womolix schreibt:

    Ich bin ein Durchschnittsmensch. Ich gehöre nich zu der Gruppe der Politiker und auch nich zur Gruppe der Wirtschaftslenker, Lobbyisten, Richter, Staatsanwälten, hohen Beamten oder Superintelektuellen. Also gehöre ich zu den 80% (Dumpfbacken).
    Aber ich liege weder am Ballermann besoffen am Strand, noch gehe ich auf einen Fußballplatz und rumgröhlen ist mir fremd. Auch RTL und RTL II kenne ich nur vom Hörensagen.
    Muss ich dann auch den Demokratietest machen?

    Eigentlich müsste ich jetzt beleidigt sein, nach dieser Pauschalverunglimpfung.

    Aber im Ernst. Es ist richtig, dass die Kommunisten den „Neuen Menschen“ erschaffen wollten, und das ist gründlich schief gegangen. Und es erscheint mir auch richtig, dass viele Menschen im Westen, vor allem amerikanische Präsidenten im ökonomischen Zusammenbruch des Ostblocks den Bewies gesehen haben, dass der Kapitalismus und der Freie Markt und die Demokratie das perfekte System ist.

    Dabei wird aber vergessen, dass in den neoliberalen Ansätzen der Mensch gar nicht mehr vorkommt, und als rein rationaler Wirtschaftsteilnehmer mit utopischen und unrealistischen Randbedingungen konfrontiert ist. Den rein rational handelnden Wirtschaftsteilnehmer gibt es genau so wenig wie den sozialistischen Menschen und die als realistisch unterstellten Konzepte des Homo Ökonomikus der vollständigen Information im Markt oder des demokratischen Konsenses als gemeinwohloptiemierendes Gesellschaftsprinzip. Diese sind genau so eine Utopie wie die Ideen von Marx und Engels.

    Könnte es sein, dass Kapitalismus und Demokratie als Geselschaftsmodell einfach nur länger überlebt hat als der Kommunismus?
    Könnte es sein, daß unser Geselschaftsmodell inzwischen genau so in die Tonne gehört wie der Sozislismus, weil es unseren Planeten durch zügelloses Wachstum ruiniert?
    Könnte es sein, daß unser Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell Brandbeschleuniger für Konflikte und Ursache für ungerechte Verteilung ist?
    Könnte es sein,….

    Und last but not least, könnte es sein, dass es immer mehr Menschen gibt, die erkennen, dass „unser System“ von innen heraus nicht mehr zu stoppen und zu korrigieren ist.
    Könnte es sein, dass diese Menschen sich vielleicht hier und da als Wutbürger in Erscheinung treten, aber an Sonsten sich nicht mehr um lächerlich gewordene Konstrukte wie Nationalstaat, Europäische Union, Demokratie, Rechtsstaat oder … kümmern, sondern einfach versuchen ihr personliches Glücksempfinden zu optimieren und sich nicht mehr als nötig fúr ihr persönliches Glück an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen.

    Könnte das sein?
    Wie viele das sind weiß ich nicht. Es sind sicher mehr als nur ich.
    Ein Indiz ist die seit langem sinkende Wahlbeteiligung. Und die, die nicht mehr zur Wahl gehen, sind bei Leibe nicht nur Dumpfbacken wie die Politiker aller Parteien und die von Ihnen kontrollierten Medienvertreter behaupten.

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    • echsenwut schreibt:

      Mit dem, was Sie schreiben, katapultieren Sie sich außerhalb des „Dumpfbacken“-Randes – denn Sie erfüllen offensichtlich eine grundlegende Forderung: Sie sind informiert. Und wer sich informiert, wach bleibt, hinschaut, in Themen eindringt, der arbeitet an einer echten „Meinung“ und hat demzufolge auch eine.
      Meine Zeilen empfinde ich nicht als eine „Pauschalverunglimpfung“, sondern als eine sehr nüchterne Tatsachenfeststellung, die vielen nicht passen, nicht schmecken wird weil sie sich darin wiedererkennen.
      Bis vor wenigen Jahren war ich durchaus selbst tatsächlich der Ansicht, dass die Demokratie das bisher beste Gesellschaftsmodell sein könnte und ich habe noch daran geglaubt (oder WOLLTE glauben), dass sich das Phänomen der selbstgewählten Blödheit besiegen lassen würde. Dem ist aber offensichtlich nicht so. Die von Ihnen beschriebenen Effekte zum Thema Wirtschaft etwa sind nur ein Symptom einer von den Menschen verlassenen, im Stich gelassenen, allgemeinen Entscheidungskompetenz. Hand aufs Herz: stellen Sie sich vor, Sie wären Politiker und müssten jahrein, jahraus miterleben, mit welchem Schwachsinn Sie die Bevölkerung ruhigstellen können, wie wenig Kontrolle, wieviel Kumpanei es deshalb unter Ihresgleichen gibt und wie einfach das Selbstbereichern ist. Wie lange bräuchten Sie, bis Sie das System selbst schamlos für sich nutzen? Die Demokratie erfordert den „latenten Wutbürger“; einen, der pausenlos (!) wichtige, große Entscheidungen wach begleitet. Phänomene wie Rechtslastigkeit, Ausbeutung, Grundrechteabbau, ungerechte Kriege, verlogene und verschlagene Außenpolitik jenseits aller gepredigten „Werte“ könnten unter einer verantwortungsvollen Bevölkerung nicht existieren. Deshalb richtet sich meiner Meinung nach die „Wut“ des „Wutbürgers“ gegen sich selbst und ist nur ein Schrei: „Seht her wie dämlich ich bin! Jahrzehntelang hab ich mich einen Dreck gekümmert und nun hab ich den Salat!“.
      Sie stellen eine wichtige, sehr ernste, sehr tragische und folgenreiche Frage:
      „Könnte es sein, daß unser Geselschaftsmodell inzwischen genau so in die Tonne gehört wie der Sozislismus, weil es unseren Planeten durch zügelloses Wachstum ruiniert?“
      Ich weiß es nicht. Richtig ist, dass wir momentan nichts besseres haben. Das System, da gebe ich Ihnen recht, ist schadhaft. Es hat massive Gedankenfehler – und wird allein deshalb sicherlich nicht (mehr) lange überleben. Aber was soll an seine Stelle? Mit wie wenig Freiheit kann der moderne Mensch existieren?

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      • Womolix schreibt:

        2 kurze Antworten dazu:

        1. Die 80% Dumpfbacken sind nach wie vor nicht belegt. Also bin ich eine Dumpfbacke! Denn zu den anderen 20% gehöre ich nicht. Ich glaube, dass es wesentlich mehr Menschen gibt, die wie ich denken.
        Allerdings stimmt eines: diese Gruppe wird in der veröffentlichten Meinung konsequent ignoriert, (wahrscheinlich, weil sie von den 20% als gefährlich für ihre eigene Position eingestuft werden).

        2. Ein alternatives Modell habe auch ich nicht. Da sind wir noch auf der Suche. Was ich sicher weiß, ist, dass es keine Evolution unseres heutigen Systems sein wird. Unsere Wachstums- und Konsummodell wirkt bei sehr vielen Menschen wie eine Droge. Nun versuchen sie mal die Drogenabhänigen mit dieser Droge zu therapieren. Unsinn … Oder?
        Aber ganz genau das schlagen uns die Nutznießer dieser Drogenabhänigkeit immer wieder vor – verkündet von ihren Sprachrohren, den Politikern, die das dann „alternativlos“nennen.

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      • echsenwut schreibt:

        Wenn Sie ein Dumpfbackendasein einem anderen vorziehen, dann darf das so sein. Ich will nichts und niemanden „retten“ und mir ist es ganz herzlich egal, wer sich zu welcher Mehr- oder Minderheit rechnet und was er damit anfängt. Natürlich kann ich die achtzig Prozent nicht belegen, ich verspüre auch nicht das geringste Bedürfnis dazu. Ich lasse mich von meinen Beobachtungen leiten und mindestens (!) acht von zehn Menschen haben keine Ahnung und nur seltsame Ideen im Kopf. Wer mit fundamentalen Punkten unseres Gesellschaftssystems nichts anzufangen weiß weil er sie weder versteht noch an ihnen arbeitet, der gesellt sich für mich eben dazu. Bitteschön. Wir sind ja hier frei. Ich bin weder König noch Präsident und weit davon entfernt, irgendjemandem etwas aufschwatzen oder ihn überzeugen zu wollen. Wenn Sie dies wünschen, spreche ich Sie gern mit „Herr Dumpfbacke“ an – mich interessiert das nicht.
        Bisher zeigen alle Anzeichen darauf, dass sich der Pluralismus in Isolationismus verändert und weniger Kategorien zwischen „gut“ und „falsch“ kennen will. Das Vertrauen in „Führer“ intensiviert sich wieder, geboren aus entsetzlicher Dummheit und Unfähigkeit, die verwaltet werden und Befehle erhalten, aber keine Gelegenheit oder Aufforderung zum eigenen Denken will. Es scheint alles auf Diktaturen bzw. Monarchien hinauszulaufen und, einmal wertfrei betrachtet, scheint mir das nach Lage der Dinge nicht die übelste aller Alternativen zu sein. Denn alle anderen haben versagt.

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