Israel -„BDS“, weitere schwere Verluste in der Wirtschaft

Die „Freunde“ der augenblicklichen, israelischen Regierung reden sich gern gegenseitig ein, dass die „BDS“-Bewegung keine nennenswerten Auswirkungen hat. Das hat wohl doch eher mit dem berühmt-berüchtigten Pfeifen im Walde zu tun – denn mittlerweile zieht die „Boycott, Divestment und Sanktionen“-Bewegung immer größere Kreise und trifft die israelische Wirtschaft zunehmend härter.

Wie vielleicht bekannt, zielt die „BDS“-Bewegung auf ausländische Investoren, die unter israelischer Verwaltung illegal im Westjordanland Ansiedlungen betreiben, produzieren und aus ihren Umsätzen Steuern an Israel zahlen – allerdings keinen müden Cent an das Land, auf welchem sie stehen: Palästina.

In den vergangenen zwei Jahren etwa hat „BDS“ bereits einige Unternehmen erreicht und überzeugt. Einige, viele Millionen schwere Investitionen sind von ausländischen Konzernen bereits annuliert oder zurückgezogen worden. Der Steuerausfall für die israelische Wirtschaft verhindert das Erholen des Staats von den ungeheuren Ausgaben, die das israelische Militär für die Massaker in Gaza, den Schutz der illegalen Siedlungen, den Bau des Zaunes und der allgemein erhöhten Einsatzbereitschaft produziert hat. Israel gerät zunehmend unter Druck.

Kürzlich unterzeichneten 8.000 Menschen in Frankreich eine Petition von „BDS“, die dem israelischen Staat weiteren Unbill bringt: wenn monatelang die Militärdrohne „Watchkeeper“ von der israelischen Firma Elbit Systems längst schon auf dem Einkaufszettel stand, so ist das Geschäft nun definitiv vom Tisch. Die Entscheidung fiel nun für das eigene, inländische Produkt des Herstellers Sagem.

Das Volumen des nun für Israel verlorengegangenen Geschäfts ist mit insgesamt etwa 300 Millionen US-Dollar durchaus ansehnlich. Es hätten vierzehn Drohnen angekauft werden sollen: zehn für den operativen Einsatz und vier zu Trainingszwecken. Dieser Umsatzverlust ist für Israels Wirtschaft ein herber Rückschlag. „BDS“ hatte das französische Militär im Vorfeld über den üblichen Kampfeinsatz der israelischen Drohne „Watchkeeper“ informiert und auf den hohen Blutzoll unter Palästinensern hingewiesen. Beim israelischen Massaker im Gaza-Streifen hatte Israel Berichten nach mit dieser Drohne gezielt Kinder angegriffen.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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