Israel – die verschwiegene Brutalität von Rassisten

Es scheint weit mehr als nur erstaunlich, es ist in der Tat vollkommen erschütternd, welche und wieviele eklatante Brüche aller Moral, aller geltenden, international anerkannten Gesetze nahezu von der ganzen Welt stillschweigend akzeptiert werden.

Noch erschreckender ist die Beihilfe unter anderem auch Deutschlands bei dem nur noch als frech zu bezeichnenden Versuch der israelischen Regierung, auch sachbezogene und durch Fakten gestützte Kritik an ihr ungehindert mit dem Brandmal des vorgeblichen „Antisemitismus“ zu versehen.

Nehmen wir ein einziges Beispiel: 907_settlerviolence_en

Das hier beigefügte Dokument ist von der UNRWA (United Nations relief and works agency for Palestine refugees in the Near East). Es handelt sich hierbei keineswegs um eine palästinensische Organisation, auch keine arabische. Das Dokument hat offiziellen Status durch die UN.

Die Liste der Verbrechen, die die UN hier auflistet, ist eine, die an die Anfänge des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland erinnert. Man kann den Umstand, dass 91 Prozent aller Anzeigen von Palästinensern nach gewaltsamen Übergriffen durch israelische Siedler stereotyp mit der Begründung: „Mangel an Beweisen“ und „Täter unbekannt“ ohne weitere Untersuchungen oder Strafverfolgungen enden, nicht anders bezeichnen. Auch das „Dritte Reich“ verzichtete recht schnell und recht „großzügig“ auf Strafverfolgungen, solange die Geschädigten „nur“ Juden waren.

(Zitate: UNRWA; Dokument im Original oben verlinkt)

An Israeli NGO, Yesh Din, found that 91 percent of complaints filed by Palestinians after being attacked by settlers were closed on the grounds of “perpetrator unknown” or “lack of evidence.”

Israel bringt große Mengen seiner Bevölkerung illegal und unter vollständiger Missachtung aller UN-Resolutionen und westlicher Lippenbekenntnisse in den von ihm besetzten Gebiet unter. Dies stellt einen Verstoß gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention dar.

The transfer of an occupying power’s civilian population into a territory it occupies is prohibited under Article 49 of the Fourth Geneva Convention

Übergriffe gegen Palästinenser werden offiziell durch Militär, Polizei und Justiz Israels geduldet und gegen Klagen aktiv geschützt. Dies geschieht einerseits durch die systematische wie automatische Niederschlagung aller Klagen gegen Siedler, andererseits durch absichtsvolle Errichtung kaum zu überwindender Hindernisse. So müssen sich Palästinenser auf Polizeistationen begeben, die innerhalb israelischer Siedlungen liegen. Das Betreten dieser Siedlungen wird ihnen entweder gänzlich unmöglich gemacht oder läuft auf ein Spiessrutenlauf hinaus, auf welchem weitere Übergriffe, Angriffe, Beleidigungen oder sogar der Tod lauern.

Die Strategie der israelischen Siedler, gedeckt von der israelischen Regierung, Palästinensern im Westjordanland jede Existenzgrundlage gezielt zu vernichten, geht immer weiter auf. Siedler vernichten palästinensische Olivenhaine und andere Felder, sperren alle Zufahrtstraßen und -Wege dorthin für die Eigentümer und greifen sie gezielt auf ihrem Weg dorthin durch Schüsse und Steinewürfe an. Durch das Merkmal der aktiven Deckung durch die israelische Regierung kann nur noch festgestellt werden, dass sich die Enteignungsverfahren von Juden durch Nazis im Vergleich dazu kaum anders dargestellt haben. So, wie sich Israel geradezu räuberisch das derart „freigemachte“ Land aneignet und gleich dazu auch ganze, palästinensische Dörfer einebnet, so haben sich Nazis auch an dem „freigemachten“ Eigentum von Juden bedient.

Nach allem, was die jüngere Vergangenheit an belastbaren Fakten gezeigt hat, ist hier nicht etwa von „schlimmen Juden“, sondern von einer extremistischen Staatsführung zu reden, die ihrerseits ihre Bevölkerung immer offener, immer offensiver und aggressiver aufhetzt, ihr Waffen in die Hand drückt und zum schnellen Todesschuss aufruft. Die anwachsend radikale Stimmung auf Israels Straßen ist keiner Religion, sondern nur der recht widerlich hinterhältigen Politik der Regierung zu „verdanken“. Die Spirale der Gewalt ist absichtsvoll, geplant und gezielt unter anderem durch die bewusste Vergewaltigung der jüdischen Religion in Gang gesetzt worden. Keifende und geifernde Hetzer wie die israelische „Justiz“-Ministerin (sorry, aber das Wort „Justiz“ in Zusammenhang mit Israel gehört zwischen Ausrufezeichen, sonst droht Verwechselung mit richtiger Justiz) haben Konjunktur – wenn auch ihre gehaltenen, geschriebenen, populären wie ganz offen und wortwörtlich rassistischen Auswürfe von der Welt überhaupt nicht kommentiert werden.

Die Appeasementpolitik eines Chamberlain hätte die Welt lehren müssen, auf die Beginne solch unseliger Politik, die nichts als rohe Gewalt und Menschenvernichtung in sich trägt und zum Ziel hat, sorgfältiger zu achten. Aber eben diese Welt hat den Peak, vor dessen Erreichen ein Gegensteuern noch ohne Gesichtsverlust möglich gewesen wäre, längst überschritten. Heute scheint es für viele Politiker und Staatsmänner nur noch den einzigen Ausweg der totalen Verweigerung zu geben, die wahren Verhältnisse offiziell wie öffentlich zur Kenntnis zu nehmen, die Israel anstrebt und bereits in großen Teilen umgesetzt hat.

Wie will eine Angela Merkel heute noch glaubhaft zurückrudern? Wie würde, wenn sie sich denn der Wahrheit verpflichtet fühlte, heute eine Rede denkbar sein, die ihr den sofortigen Bruch mit Israel und damit mit den USA eintrüge? Wie könnte sie heute glaubhaft behaupten wollen, „erst jetzt gerade“ und nicht etwa seit vielen Jahren darüber informiert worden zu sein? Wenn sie doch sogar zum gewaltsamen Tod einer ganzen, deutschen Familie beim letzten Gaza-Massaker in 2014 vollständig geschwiegen hat?

Der gesamte Westen riskiert in nicht allzu ferner Zukunft einen harten Ruck vieler Menschen hinein in einen harten Antisemitismus. Solange niemand wirksam gegen die Verbrechen der israelischen Regierung einschreitet und das Land zur Räson bringt, wird es zwangsläufig (!) in stark ansteigendem Maße zu Übergriffen auf Juden auf der ganzen Welt kommen. Viel mehr Blut wird fließen.

Wenn es dazu kommt, und das wird es!, wird man mich allerdings vor den Wohnungen, den Synagogen und Geschäften von Juden finden – und an mir vorbei müssen, wenn ihnen etwas angetan werden soll.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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