Israel – systematischer Missbrauch und Folter von Kindern

Starten wir zunächst wieder einmal mit einer Presseschau und schauen, welches der hochrangigen, deutschen Magazine diese Meldung überhaupt bringt. Ich suche mit dem Wort: "Australien".

Die ZEIT schwadroniert darüber, ob Studenten "Über"-Studenten sein müssten, ob für sie Literaturlisten zu groß und der Stoff zu trocken sei und ansonsten fällt der Zeitung nur Fußball und der Brauch von Männerspielen für Trinkfeste im australischen Outback ein.

Dem SPIEGEL ist natürlich auch Fußball wichtig, er kennt aber zumindest noch das Thema Great Barrier Reef und rutscht dann wieder zur Darts-WM ab.

Der FOCUS weiß Einzelheiten über ein geplatztes U-Boot-Geschäft, geht auf das fragwürdige Umgehen australischer Behörden mit Flüchtlingen ein und schwärmt vom Wassersport in Australien.

Die Nachricht aber, dass immerhin 49, das sind 20 Prozent aller Abgeordneten des australischen Parlaments eine Erklärung unterzeichnet haben, die die schweren wie systematischen Kindesmissbräuche Israels anklagt, die findet sich nirgendwo.

Israel ist das einzige Land in der Welt, das Kinber automatisch vor Militärgerichten anklagt – und nur palästinensische Kinder.

Bekannt ist dies natürlich schon seit vielen Jahren, aber in Zeiten anwachsender Internetverfügbarkeit auch für Betroffene in der Region und langsam ansteigendes Interesse in der Welt neben der allgemein zunehmenden Brutalität der israelischen Besatzer im Westjordanland berichten zunehmend nun auch nicht-nahöstliche Medien darüber und entzünden immer mehr Diskussionen darüber. Wie nun hier erneut festzustellen ist, beschäftigen sich unsere europäischen Medien immer nur dann mit kritischen Anmerkungen zu Israel, wenn sich irgendeine Meldung wider Erwarten aus anderer Ecke kommend in europäische Aufmerksamkeit zu fressen beginnt und selbst mit viel Anstrengung nicht mehr unterdrückt werden kann.

Auf diesem Wege haben europäische Presseorgane selbst während der großen Massaker sowenig Augenmerk auf die vielen Verbrechen der israelischen Armee gelegt, dass sie dem Bürger hierzulande eher beinahe wie eine recht harmlose Militäroperation erscheint. Von absichtsvollen Erschießungen von Kindern, gezielten Zerstörungen von Schulen und Krankenhäusern war nur erschreckend wenig zu lesen, viele unvorstellbar grausame Handlungen wurden vollständig verschwiegen. Und hier kann nur noch von bewusstem Verschweigen gesprochen werden.

Bis zu 700 palästinensische Kinder werden jedes Jahr vom israelischen Militär gefangengesetzt und die Zahl steigt.

Es bleibt nicht bei Festnahmen. Missbrauch bis hin zur Folter steht immer häufiger auf der Tagesordnung; ohne auswertbare Hinterlassenschaft zu foltern war schon immer eine Spezialität israelischer Kräfte. So verwehrt man Kindern sehr gern jeden Toilettengang vor, während und nach ihrem Verhör; Israelis wissen, dass es speziell für Muslime ein traumatisches Erlebnis ist, einkoten und einnässen zu müssen. Israelische Soldaten greifen sich auch gern Kinder als lebende Schutzschilde. Und in Israel ist man sehr stolz auf Folterfertigkeiten; nachdem der Irak vor vielen Jahren US-Amerikaner ins Land holte, um den eigenen Soldaten korrektes Foltern beizubringen, tönte der Mossad, dies sei eine falsche Entscheidung gewesen. Man hätte nicht den Schüler, sondern den Lehrer anheuern sollen, denn immerhin hätten die Amerikanier ihr Handwerk von Israel gelernt.

Der aber wohl mit Abstand schlimmste Vorwurf entkleidet die israelische Regierung von der Möglichkeit, wie so gern geübt auch in diesem Zusammenhang behaupten zu können, es handele sich um die Tat von verwirrten Einzeltätern – denn die Australier stützen sich auf offizielle UN-Erkenntnisse wenn sie beklagen, dass der Missbrauch "breit gestreut, systematisch und institutionalisiert" sei.

Das Stillhalten der Presse ist jedoch nur Symptom, die Ursache für das Blind- und Taubhalten europäischer und US-amerikanischer Bürger liegt jedoch woanders: Barack Obama wurde in den zuirückliegenden Jahren mehrfach von z.T. mehreren Dutzend Abgeordneten zum Einschreiten aufgerufen – getan allerdings hat er überhaupt nichts.
Viel lieber hatte er erst in diesem Jahr die höchste Unterstützungszahlung für die israelische Regierung gewährt, die je zur Ausschüttung gekommen ist. Das Geld ist für Waffen bestimmt.
Wo die wohl eingekauft werden?

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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