Israel – das Lügen seiner „Freunde“

Der Moment der Wahrheit musste ja kommen. Eines Tages würde es soweit sein und das ahne ich seit einigen, wenigen Jahren.

Dass es aber ausgerechnet der franzöische Staatspräsident sein würde, der als erster die Nerven vollends verlieren sollte, stand nicht auf meinem Zettel. Schon seit Mitte des vergangenen Jahres drohte Hollande Israel sehr offen, dass er eine internationale Friedensinitiative für die Palästinafrage einberufen würde, wenn Israel im Siedlungsbau nicht endlich einhielte.
Das offizielle Israel reagierte, wie es das zu tun pflegt, wenn es kritisiert wird: es keift, es droht, es ist beleidigt, es schimpft – und dreht sich weg. Es duckt sich nicht weg, sondern dreht sich weg genau wie die Nazis im beginnenden, Dritten Reich dies angesichts anwachsender, internationaler Kritik auch getan hatte.

Die „Freunde“ Israels, also die Nachfahren der Rassistenbetonköpfe des nationalsozialistischen Deutschlands, erhalten ihr Geld aus Tel Aviv und überschlagen sich in Abwehrreaktionen, die immer verrückter, immer kranker, immer abgedrehter ausfallen. Nicht allein dadurch steigt die Quote der aufgedeckten Aktivisten, die immer verzweifelter und direkter agieren.
In England schnitt man einen Aktivisten aus Israel aus der Politik wie eine Warze aus dem Fleisch; der Mann wurde dabei gefilmt, wie er davon sprach, den israelkritischen Jeremy Corbyn von der Labour-Party gezielt mit allen Mitteln diskreditieren zu wollen, damit man die gesamte Politik Englands ungestört für Israels Zwecke einbinden könne. Kein Mittel erschien dem Mann namens Masot dreckig genug, dies zu erreichen. Er flog auf – und raus aus England.
Kurze Zeit später eine ganz ähnliche Entdeckung in Schottland, wo sich Israel mit gleicher Agenda gegen Leute aus der Nationalpartei stellte.

Mich machen verrenkte „Darstellungen“ der Situation, wie sie von israelischen Aktivisten und Extremisten weltweit veröffentlicht werden, aufgrund ihrer brutalen Wahrheitsverschiebung manchmal etwas nervös. So schreibt ein blog bei wordpress:

Warum lässt es die Regierung in Gaza nicht zu, dass sich ihre Bevölkerung entfalten kann? Die Lebenserwartung liegt in Gaza mit 74,16 Jahren über dem weltweiten Durchschnitt und das Durchschnittsalter in Gaza liegt unter 18 Jahren. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 1,5%. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 4,8%! Die Bevölkerung ist somit jung, gesund und hat Platz.

Mir kommt das vor, als stünde ein Kind mit einem Messer in der Hand neben der blutverschmierten Leiche eines kleineren Kindes und würde sagen: „Ich war das nicht. Siehst du den Kuchen neben dem Toten? Der kommt von mir.“
Längst haben medizinische Untersuchungen zweifelsfrei festgestellt, dass die Säuglings- und Kindersterblichkeit in Gaza aufgrund der toxischen Rückstände der Bomben und Granaten aus Israel auffällig oft an Herzkrankheiten, -Missbildungen und -Versagen durchaus dramatisch angestiegen ist. Längst ist bekannt, dass Israel zwar breitflächig zerstört, aber keine Baustoffe in den Gaza-Streifen einführen lässt. Die Menschen leben ohne ausreichend Trinkwasser in Ruinen, plagen sich mit ungereinigten Abwässern herum und da Israel das ziemlich letzte Kraftwerk im Gaza-Streifen absichtsvoll schwer beschädigt hatte, fließt maximal stundenweise Strom. Behaupten zu wollen, dass die Bevölkerung „jung, gesund“ sei und „Platz habe“, ist eine ganz unglaubliche Zynik, über die nur kranke Extremisten Israels lachen können.

Aber heute geht die Angst in Israel und seinen „Freunden“ um. Angst davor, dass die Weltgemeinschaft den neuerlichen und kaum weniger brutalen Landraub doch beenden könnte, den man doch schon so weit getrieben hatte. Es ist die Angst, dass die Welt Israel demnächst ganz offen betitelt und behandelt, wie es das seinerzeit völlig richtig auch mit Deutschland getan hatte: als menschenfeindliche, rassistische und faschistische Macht, die in ihrem kranken Wahn zerstört, tötet und foltert, was ihr im Wege steht.

Der Zenit der Lügen ist jetzt erreicht.

Es mag noch viele Jahre dauern – und wenn es besonders schlecht läuft, sogar noch ein Jahrzehnt. Aber eines kann Israel mitsamt seiner kranken „Freunde“, die nie Freunde Israels waren, definitiv nicht mehr verhindern: dass die Menschen auf der Welt die Wahrheit erfahren. Dass immer mehr Bestialitäten Israels öffentlich werden, immer mehr Empörung entzünden, zu Drohungen der Welt gegen Tel Aviv führen und letztlich Maßnahmen initiieren werden, um diesem kranken Israel in den Arm zu fallen und es zu stoppen.
Die ersten Reaktionen erfolgen bereits in einem erstaunlich kurzen Zeittakt aufeinander: erst die UN-Resolution, jetzt die Initiative Hollandes in Paris. Flankiert wird dies von einer deutlich intensivierten Öffentlichkeitsarbeit Palästinas zusammen mit immer mehr Dokumentationen, Erörterungen, Diskussionen und sachlichen Informationen. Jedes neue Haus, das Israel nun im Westjordanland errichten wird, wird immer heftiger diskutiert werden – und wenn Israel eines scheut, dann ist es Öffentlichkeit.
Bisher hatte Israel beinahe ein Monopol an Pressepräsentation seiner gefälschten und zusammengelogenen Darstellungen. In den letzten Jahren aber haben einige Organisationen eine ganz hervorragende Idee in die Tat umgesetzt: „Cameras for Palestine!“. Tausende von handlichen Videokameras sind ausgegeben worden und weitere tausende von Palästinensern erinnern sich der Kameras in ihren handys. Seit einigen Jahren wird die Welt überschwemmt von Filmbeweisen der Scheußlichkeiten, die israelische Soldaten täglich begehen.

Die wachsende Solidarität der Welt zieht ihre Kreise: Palästina konnte ein Londoner Forensikinstitut für eine genaue Untersuchung zweier brutaler Mordfälle gewinnen und wies damit sauber nach, dass Jugendliche ohne jede Waffe, ohne jede Aggressivität, ohne jede Beziehung zu irgendwelchen strafbaren Handlungen gezielt aus großer Entfernung von einem Soldaten einfach abgeknallt worden sind. In den Rücken geschossen. Selbstverständlich hatte die israelische Armee bis zuletzt jede Schuld an den Erschießungen geleugnet. Vor einigen Jahren würde die Welt das noch geglaubt haben – heute nicht mehr.
Heute stehen die beiden getöteten Jugendlichen auf der gleichen Ebene ebenso wie willkürlich umgebrachte Juden in Nazideutschland.

Die Angst geht um in Israel und in den Köpfen seiner kranken „Freunde“, die nie Freunde Israels waren:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle und Vortragsräume in Europa und Amerika mittlerweile zu Kriegszonen geworden. Sie werden sogar von der Polizei entfernt, weil die Sicherheitsorgane nicht mehr ihre Sicherheit garantieren können.

schreibt das Extremistenblog hier bei wordpress. Die Botschaft der Welt kommt also langsam an, auch wenn man noch „Empörung“ produzieren und nicht zeigen will, dass das Bild vom tagesaktuellen Israel ein Zerrbild dessen ist, was es in Wahrheit tut. Wahre Empörung über die Verbrechen Israels schlägt seinen Emissären nun überall entgegen und es ist Zeichen tiefer Hilflosigkeit und Angst, wenn noch immer versucht wird, dies alles als „Antisemitismus“ brandmarken zu wollen – und gleichzeitig miterleben zu müssen, dass diese rhetorische Keule nur noch aus Schaumstoff besteht.

Aber langsam dämmert die Erkenntnis ja doch:

Es ist doch bezeichnend, dass sämtliche Aggressoren, die heute Juden und Israelis niederbrüllen, erklären, diese Juden und Israelis seien die Nazis von heute! Für sie ist der Begriff Nazi lediglich eine Beleidigung, die sie immer dann brüllen, wenn ein Gegner mundtot gemacht werden soll.

Der Autor, der seine extremistischen Israel“Freunde“ wie Schäfchen eng um sich scharen möchte, lässt durchblicken, dass wenigstens er durchaus versteht, woher der Wind nun kommt – und das er stärker werden und sich womöglich zu einem entfesselten Sturm entwickeln wird. Er versteht, wie blödsinnig und verrenkt die eigene „Antisemitismus!“-Schreierei mittlerweile wirkt – eben weil er versucht, die Vorzeichen umzudrehen. Der Autor zeigt mit seiner Behauptung, die „Nazi!“-Betitelung sei nur als Beleidigung gemeint, ziemlich deutlich, dass er die Botschaft tatsächlich sehr genau versteht.

Es gibt Hoffnung für Palästina.

„Galiläa“ und „Samaria“ sind nun ganz untergegangen …. es lebe Palästina!

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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