Deutschland – Die AfD will in Kinderköpfe kriechen wie es die Nazis getan hatten

Bekanntermaßen ist der Anteil der intellektuell stark bis sehr stark eingeschränkten Deutschen unter den AfD-Mitgliedern ganz extrem hoch; diese Partei („Alles für Doofe!“) gönnt sich lediglich eine hauchdünne Schicht von geistig Bessergestellten – und diese rekrutieren sich nicht etwa aus den politisch Überzeugten, sondern aus denen, die eine sehr lukrative Karriere im Blick haben. Man verdient nie besser als durch die Manipulation ausreichender Mengen von dummen Menschen.

Im beschaulichen Stadtlohn, einem verträumten Dörfchen im Münsterland, erfindet sich die Geschichte derzeit neu. Schon vor gut siebzig Jahren hatten solche Intellektuelle bei den Nazis großen Erfolg damit, Kinder zu manipulieren und ihre kranken Ideen in heranwachsende Hirne zu pflanzen.

Helmut Seifen ist der Name eines solchen modernen Verführers, der im gedanklich braunen Gewande vermutlich etwas wie eine „HJ“ („Hitlerjungend“) aufbauen möchte. Er besuchte die Klasse des Stadtlohner Gymnasiums zusammen mit einem weiteren AfD-Vertreter und verbreitete dort ungehemmt, ungebremst, unkorrigiert im Rahmen einer Doppelschulstunde seinen widerlichen Politschmutz – und, das ist das weitaus Schlimmste daran, unbegleitet von normalen Lehrern.

Wir wissen ja längst nicht nur, was aus dieser „HJ“ alles entstand. Wir haben ja nicht nur massenhaft Bilder, Zeugenberichte und Aussage von Überlebenden aus der „HJ“, die uns heute ihre kranke Verblendung von damals in schillernden Farben berichten. Nicht nur Filme, die diese Jungs und Mädels bei ihrem Sterben begleiten, weil sie, kaum stark genug, um ein Gewehr zu heben, mit zwölf oder dreizehn Jahren eine aufkommende Gruppe von alliierten Kämpfern beschossen hatten und getötet wurden. Nicht nur Berichte von „HJ“‚lern, die ihre eigenen Verwandten verrieten, ihre besten Freunde in die Gaskammern schickten, sondern auch solche, die davon sprechen, wie diese Kinder selbst schossen, prügelten, beleidigten.

Diese Bestrebungen, die Reste unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats durch die Manipulation unserer Kinder zu beseitigen, hat die moderne AfD von der alten Hitlerpartei gelernt.

Helmut Seifert, allein das ist schon ein himmelschreiender Skandal, ist selbst Leiter eines Gymnasiums in Gronau. Das macht ihn schon selbst zu einem gärenden Gift, das in einem Gymnasium im heutigen Deutschland nichts zu suchen hat. Von ihm geht Gefahr für unsere Kinder aus. Zudem ist er auch noch Kreistagsmitglied und Kandidat für die Landtagswahl.

Von AfD-Vertretern ist nichts anderes als solches Einschleichen, Manipulieren und Lancieren zu erwarten; sie kupfern das Erfolgsrezept des Dritten Reiches ab und beleben es neu.
Von der Schulleitung des Stadtlohner Gymnasiums wäre natürlich etwas anderes zu erwarten gewesen: sie hätte sich selbstverständlich zwingend gegen eine solche Idee stellen oder gewährleisten müssen, dass im Anschluss an die AfD-Desinformationskampagne in der Schulklasse allen anderen Parteien im gleichen Format die gleiche Veranstaltung zur Verfügung gestanden haben müsste.
Das ist aber nicht passiert.
Und das wiederum beweist natürlich, dass das Stadtlohner Gymnasium mit Herrn Heinrich Dreier selbst über einen vermutungsweise rechtsradikal eingestellten Schulleiter verfügt. Denn ein Mann in dieser Position ist kein Idiot – er kann sich natürlich niemals mit der Ausrede verteidigen, er habe den Status dieser Veranstaltung nebst der ungeheuren Problematik daran nicht erkannt.

Dreier wird damit ebenso untragbar und müsste ebenso von seinem Posten enthoben werden wie Seifert. Beide Schulleiter haben, objektiv betrachtet, einfach nur einer rechtsradikalen Partei eine Bevorzugung und eine ganz exklusive Möglichkeit geliefert, Kinder zu manipulieren.

Die Tatsache, dass sich hier die AfD im Zentrum der Kritik wiederfindet, ist im Grunde völlig unerheblich. Wäre einer „S“PD eine solche Veranstaltung ermöglicht worden, läse sich meine Kritik nur unwesentlich anders. Dass es sich hier um einen Haufen widerwärtiger Extremisten handelt, produziert nur einen weiteren Brechreiz neben dem anderen.

Wer immer geglaubt hatte, dass das neue Deutschland aus den Verbrechen der Vergangenheit gelernt und Sicherungen dagegen eingeführt habe, ist in die Irre gegangen. Der braune Schmutz lebt nicht nur, er vervielfältigt sich im Moment sogar – und das mit Strategien, die längst bekannt sind.
Dreier und Seifert sind vermutlich nur Einzelfälle; aber solche Einzelfälle hat es zu Beginn des Dritten Reiches auch gegeben und man hatte sich über ihre vermutete Harmlosigkeit sogar anfangs noch spöttisch amüsiert. Bis zu den ersten Erschießungen. Bis zu dem Moment, an dem ein kindliches Opfer der modernen Seiferts und Dreiers seinen Vater denunziert hatte, sich beinahe an dem Gewehr verhob, mit dem er in seiner jugendlichen Verblendung auf gegnerische Soldaten schoss und bis zu dem Moment, an dem es alles und dazu sein Leben verloren hatte.

Sie wollen wieder in die Köpfe von Kindern kriechen, die braunen Ratten von heute.
Das sollten wir ständig vor Augen haben!

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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