Polizeigewerkschaftsvorsitzender Rainer Wendt und sein vorhersehbarer Skandal

Wer mag, darf üppig durch mein blog recherchieren. Und wird unzählige Male mein Statement dort wiederfinden, nach welchem meiner Meinung nach alle Rechtsradikalen zwingend geistig behindert sind und dies auch bleiben wollen. Und oft habe ich diesbezüglich die Einschränkung gemacht, dass es sehr wohl eine hauchdünne Führerschicht gibt, die in ganzen Sätzen sprechen kann, (irgend-) eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und demzufolge nicht direkt der untersten Bildungsschicht unserer Gesellschaft angehören. Allerdings habe ich diesen häufig selbsternannten Führern grundsätzlich immer unterstellt, beileibe nicht aus persönlicher Überzeugung, sondern aus sehr trivialen Gewinninteressen einen solchen Job zu tun.

Das lässt natürlich erwarten, dass zumindest weite Teile dieser Führermannschaft immer wieder einmal bei mehr oder weniger krummen Touren erwischt wird.

Deshalb finde ich den "Skandal" um Rainer Wendt, der meiner Meinung nach überhaupt keiner ist, gar nicht sonderlich empörend.

Er hat sich nun wirklich dem rechtsradikalen Rand unserer Gesellschaft angedient und nur selten an markigen Worten gespart, die in der Öffentlichkeit als radikal aufgenommen werden sollten.

(Quelle: welt.de)

„Ein erneuter Flüchtlingsansturm würde wieder zu einem Kontrollverlust in Deutschland führen und die innere Sicherheit massiv gefährden“, sagte Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), der „Bild“-Zeitung.

Ein wenig Geschicklichkeit hat Wendt durchaus bewiesen; seine Aussage der "BILD" gegenüber erfolgte wohl nur, weil er um deren hohe Akzeptanz in rechtsradikalen Kreisen weiß – und sie, weil die Leserschaft dieser "Zeitung" ebenfalls zum unteren Bildungsrand Deutschlands zählt, deren Leibpostille ist.

Schon im August 2015 hatte Wendt aber so richtig vom Leder gezogen; seine haarsträubenden Aussagen sind in einem Video festgehalten:
http://www.focus.de/politik/videos/vielsagendes-interview-aufnahme-verraet-was-die-deutsche-polizeigewerkschaft-wirklich-ueber-die-fluechtlingskrise-denkt_id_4999193.html

Seinen Aussagen nach sind mit der Flüchtlingswelle hunderttausende von brutalen Vergewaltigern ins Land geströmt, deren einziges Bestreben es sei, sich gegenseitig mindestens ebenso gewalttätig zu drangsalieren wie die Bürger ihres Gastgeberlandes. Seinen Ausführungen zufolge können Migranten "tun was immer sie wollen", da der deutsche Exekutivapparat angeblich politisch gewollt kastriert sei und nicht eingreifen könne, weil nicht dürfe. Wendt sonderte bei dieser Gelegenheit noch eine ganze Anzahl mehr grotesker Aussagen ab, die für Rechtsradikal Wasser auf die Mühlen darstellte.

Dies Metier hat Wendt in den zurückliegenden Jahren immer wieder aufmerksam bedient; die Häufigkeit, mit der er Interviews gibt, lässt eine Profilneurose vermuten – und sicherlich auch die Bestrebung, sich durch diesen (meiner Meinung nach gezielten!) Populismus gleich in die Spitze rechtsradikaler Organisationen einkaufen zu wollen.

Nun sind zwar auch anderslautende Äußerungen von ihm bekannt, auffällig ist jedoch, dass er immer dann in extrem rechtspopulistische Regionen eintritt, wenn er sich hörbar, laut und entschieden zur Stelle meldet. Möglicherweise will er mit Statements, mit denen er eine gewisse Distanz zur AfD dokumentiert sehen möchte, nur seinen Einkaufspreis nach oben treiben.

Der Trubel um seine Person jedenfalls gibt mir Recht: Wendt hat meiner Meinung nach durch seine grenzen- wie maßlose Geldgier bewiesen, welche Werte bei ihm tatsächlich ganz oben auf der Wunschliste stehen: Geldwerte.
Und Geld gibt es im Umfeld des Rechtsradikalismus grundsätzlich immer viel zu verdienen. Dort gibt es öffentliche Aufmerksamkeit, Balsam für eine profilneurotische Seele, Presse und Macht. Macht über all die Doofen da draußen, die Wendt längst auf ihre Wunscheinkaufsliste geschrieben haben.

Advertisements

Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.