Landtagswahl und Beteiligung bei 65%? Jetzt echt?

Wenn ich jetzt auch weiterhin aus Berlin das fromme wie naive „wir leben in einer Demokratie!“-Liedchen trällern höre, werde ich mich all meiner Beherrschung erinnern müssen, zu der ich je fähig war.

Mich erschreckt sowas. Situationen, in denen leere Formeln dahergebetet werden, während dicht unter der Oberfläche bereits der Verfall gärt. Die bei der Landtagswahl fehlenden 35 % der Wahlberechtigten sind der grüne Gestank nach Fäulnis, der durch die Ritzen nach oben dringt. Das sind all die Doofen, die auch eine brutale Gewaltherrschaft unter einem Diktator weder merken, noch kritisieren würden. Das sind all die verlorenen Nichtdenker, die auch weder Freiheiten noch Rechte brauchen, da sie im Zweifelsfall für sie einzustehen hätten, was sie niemals leisten können. Denn allein schon die harmlose Anforderung, sich dem Thema zu stellen und kurz mal eben im Wahllokal vorbeizuschauen, empfinden sie bereits als Zumutung.

Sie wollen einfach nur stabile Verhältnisse. Diesen ganzen 35 % muss nur eine Minderheit zur Verfügung stehen, sie brauchen glanzvolle, wenn auch inhaltsleere Träume, die sich gern auch auf maximalen Konsum und Leistungen reduzieren dürfen, die man ihnen schenkt. Diese 35 % sind wie die Esel, denen von ihrem Reiter eine Mohrrübe über eine Angel vor die Nase gehalten wird und die laufen, laufen, laufen, um sie zu bekommen.

Mir müsste mal jemand erschöpfend erklären, weshalb diesen Mitmenschen, diesen politisch vollkommen wertlosen Nullgrößen, die gleichen Rechte und Leistungen angeboten werden sollen wie denen, die sich ernsthaft einbringen – und wenigstens ihre Stimme abgeben? Wozu? Warum sollte man so wertvolle Ressourcen wie Zeit und Geduld dazu aufbringen, die Nichterreichbaren zu erreichen und zum Mitmachen zu motivieren, was misslingen muss? Weshalb eigentlich ihnen Güter und Rechte gewähren? Wofür?

Nichtwählen stellt nach meiner unumstößlichen Meinung eine verfolgenswerte Straftat dar, die mit entsprechenden Strafen geahndet werden muss. Die Strafe müsste empfindlich ausfallen; sie müsste einkommensabhängig gestaltet sein und sollte 50 Tagessätze nicht unterschreiten. Der Wiederholungsfall könnte durch Entzug von Bürgerrechten geahndet werden, die durch Schulungen, Prüfungen wiedererlangt werden können.

In Windeseile bestünde die gesamte, deutsche Wahl Bürgerschaft nur noch aus den Demokraten, deren Lachnummer sie heute sind. Und die, die sich als hartnäckige Wiederholungstäter in ihrem entrechteten Zustand wohlfühlen, werden ganz einfach nur intensiv kontrolliert und verwaltet.

Weshalb spricht unser Bundesinnenminister in Richtung Migranten nicht davon, dass es urdeutscher Kultur vollkommen entspricht, offen und frech die selbstgewählte Dummheit zur Schau zu tragen und die demokratischen Ansätze, die es überhaupt noch gibt, völlig zu ignorieren? Weshalb stellt er Deutschland nicht als das vor, was es ist? Schon Napoleon bemerkte voller Abscheu, dass die Deutschen viel lieber über sich selbst herfallen, als sich einem gemeinsamen Feind zu stellen. Ein anwachsendes Reservoire von gesellschaftlichen und politischen Nullen wird aus dieser Gesellschaft, die wie Sand im Getriebe jeder ernstzunehmenden Demokratie wirkt und sie langsam, aber sicher und liebevoll von der Regierung begleitet dadurch demontiert? Dass die Bildung eines plärrenden Heeres von ewig beleidigten Zu-kurz-Gekommenen, die mit dem Hinwerfen von Konsumartikeln und einmal jährlichen Besäufnisrituals auf gewissen Mittelmeerinseln völlig zufrieden sind, das angepeilte Ziel dieser „demokratisch“ gewählten Regierung darstellt?

Denn kein Demokrat kann den Verlust von 35 % aller Wählerstimmen annehmen und konsequenzlos die Bildung einer Regierung akzeptieren, die aus dem schäbigen Rest gebildet werden soll. Und wenn dies doch geschieht, sinkt das entsprechende Gesellschaftssystem in seiner Qualität dramatisch ab und wird sich verhalten wie eine Monarchie. In einer solchen versammeln sich wenige Wissende um den Thron und entscheiden einfach nur; mal besser, mal weniger gut.

Vielleicht wäre die Errichtung einer Monarchie in Deutschland nicht die schlechteste aller Alternativen. Die Doofen dürften straflos und ohne jedes schlechte Gewissen doof bleiben und ihr Gejammere und Gemeckere an ihren Stammtischen fiele nicht mehr peinlich für sie selbst aus. Es bliebe alles beim alten; die Reichen würden ebenso wie heute auch reicher, die Armen ärmer. Alles wie gewohnt. Niemand müsste mehr Kopfschmerzen haben, da ihm nicht immer wieder neue Entschuldigungen einfallen müssen, weil er nicht mehr von Wahl zu Wahl immer wieder aufs Neue versagt. Er hat einfach keine Wahl mehr. Was für eine Erleichterung!

Ab und zu verschwinden halt mal Leute, aber niemand wird mehr von seinem Nachbarn totgeschlagen, bloß weil er vermeintlich eine vollere Kelle aus Sozialleistungen erhält als man selber – hat man einen König, hat man den ultimativen Sündenbock. Natürlich werden alle Telefone angezapft, alle Emails gefilzt, Wanzen und Trojaner im Haus versteckt, aber das passiert schließlich heute auch.

35 % Ausfall bei der Stimmabgabe? Fast vier von zehn Bürger haben keine Lust auf Demokratie? Sie finden sie lästig? Dann sollten wir ernsthaft darüber nachdenken, sie entweder abzuschaffen oder das Stimmrecht auf die begrenzen, die damit auch etwas anzufangen wissen. Die Nicht erreichten gehören dann, wortwörtlich, entrechtet.

Ganz einfach.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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Eine Antwort zu Landtagswahl und Beteiligung bei 65%? Jetzt echt?

  1. deutschemuslima71 schreibt:

    Salam alaikum,
    hier teile ich deine Ansicht nicht. Noch zähle ich zu jenen die wählen gehen, aber die nicht zu gehen bedeutet nicht dumm zu sein, oder faul. Wenn ich nicht mehr gehe, dann weil mir schon lange klar geworden ist das Demokratie das letzte ist was CDU und SPD wollen, denn wenn sie es wollten, würden sie die Wahlergebnisse respektieren, statt sie auf den Kopf zu stellen.
    Beispiel: Bundestagswahl 2013-Die CDU bekommt 41,5% der Stimmen. Bedeutet 58,5% entscheiden sich gegen die CDU, also die demokratische Mehrheit. Wer sitzt im Bundestag und stellt den Kanzler? CDU.
    Die vielen Parteien sind Augenwischerei. Man erzählt dem Volk etwas von Demokratie und Vielfalt, weil die Menschen nun mal unterschiedlich sind und dadurch landet immer die CDU oder SPD als Regierungspartei im Bundestag.Die werden immer irgendwie zusammen arbeiten. Ob ich zur Wahl gehe oder nicht ist egal, weil die beiden immer die Demokratie für sich beanspruchen, auch wenn die Mehrheit gegen sie ist. Da ist ein Vorteil, wenn man- wie z.B. in Amerika- nur zwischen Pest und Cholera entscheiden kann. Da kann jeder mal durchfallen und auch die CDU müsste Mal akzeptieren das die demokratische Mehrheit sie nicht als Regierungspartei will.
    Ich weiß von vielen die nicht mehr wählen, weil es ihnen reicht, bzw. die zwar wählen, aber absichtlich den Wahlzettel ungültig machen.
    Eine tatsächliche Demokratie gäbe es nur wenn die 58,5% sich nicht am breitgefächerten Parteiprogramm austoben, sondern gemeinsam eine andere Partei wählen.

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