Israel – wenn ein großer Bruder vor allen Augen den kleinen erwürgt

Es ist schon eine gruselige Szene:

Das offizielle (!), rechtsradikale und rassistische Israel ist wütend. Es erträgt nicht, dass Kritik daran zu hören ist, dass es seinem Nachbarn, seinem eigenen, kleinen Bruder die Hand um die Kehle legt und diesen vor den Augen der ganzen Welt langsam erwürgt.
Nein, sagt es, die Welt habe kein Recht zu dieser Kritik.
Er sei der wesentlich hübschere, größere, wichtigere und er allein habe das Recht auf das Erbe. Alles, alles, alles gehöre ihm ganz allein und der kleine Bruder sei nichts weiter als unwertes Leben. Es sei sein gutes Recht, diesen seinen Bruder zu erschlagen, zu erschießen, zu erdrosseln, ganz wie es ihm beliebe, denn dieser Bruder äße nur, was ihm, dem großen und mächtigen gehöre.
Der kleine Bruder soll verschwinden – am besten in den Tod.

Es waren die Umstehenden, die Gaffer, die den großen Bruder groß gemacht, die ihn dahingefüttert haben, auf dass er die Kraft habe, seinen kleinen Bruder zu erwürgen.
Sie drückten dem großen Bruder Messer und Seile in die Hand und erzählten allen, das sei nötig.
Sie fütterten und fütterten und bezahlten den großen Bruder, Sie kleideten ihn, sie schickten ihm Kuchen und Kissen, damit er Kraft haben würde, ganz allein das Erbe anzutreten, das ihm nicht gehört.

Die Reihe der Umstehenden ist nicht dicht genug. Sie umschlingen sich und drücken sich aneinander – trotzdem erhaschen Passanten noch immer einen Blick darauf, wie der große seinen kleinen Bruder erbarmungslos beim Hals packt, hochhebt und zurdrückt. Immer weiter, immer härter, immer fester zudrückt:

(Quelle: die ZEIT)

Die Zustände im Gazastreifen haben sich schneller verschlechtert als befürchtet: Nach Ansicht von UN-Vertretern ist das Gebiet nicht mehr bewohnbar. Für viele Mitarbeiter der Vereinten Nationen sei "die Schwelle zur Unbewohnbarkeit bereits überschritten", sagte der UN-Beauftrate für die humanitäre Lage in den palästinensischen Gebieten, Robert Piper.

Der große Bruder ist fett.
Tausende von Milliarden Dollar hat er erhalten und trotzdem ließ all das Geld keinen Frieden, keinen Wohlstand, keine Gerechtigkeit, sondern nur Hass, Missgunst und Habgier wachsen. Mit jedem Dollar, den er erhielt, wuchs sein Wunsch nach mehr und er denkt bis heute, die ganze Welt hätte ihm zu gehorchen. Mitunter beleidigt er sogar die, die ihm mehr und mehr und immer mehr Geld, Macht und Waffen geben.

Noch hört man den kleinen Bruder röcheln, auch wenn ihm längst die Augen aus dem Kopf und Schaumblasen vor den Mund treten:

Demnach haben die Bewohner nur noch wenige Stunden am Tag Elektrizität und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei mehr als 60 Prozent. Mehr als 95 Prozent des Wassers hat dem Bericht zufolge keine Trinkwasserqualität. Ein normales Leben in dem Gebiet sei so laut Piper nicht mehr möglich

Uns stört keine Hinrichtung.
Wir haben noch nie ein wirkliches Problem damit gehabt, Wehrlosen dabei zuzuschauen, wie ihnen langsam die Augen brechen, solange wir daran gut verdienen. Und dafür glauben wir einfach alles. Wir wollen, dass der große Bruder ganz allein verzehrt, was seine Eltern ihm und seinem kleinen Bruder vermacht haben.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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