Wir, der Westen – Unser Kapitel in den Geschichtsbüchern endet.

Die größten Hausnummern, die derzeit für Aufregung sorgen, sind auch gleich die gröbsten. Man wird sich eines Tages kopfschüttelnd die Frage stellen, weshalb sich der halbe Planet nach den gigantischen Massakern ("Erster und Zweiter Weltkrieg") vergleichsweise nur wenige Jahre später auf die gleiche Art und Weise wieder dem Hass und der Gewalt hingegeben hat.

"Der vierte Weltkrieg wird mit Keulen und Speeren geführt werden."

(Albert Einstein)

Nur mit viel Glück wird man eine Antwort finden – und vor allem: finden wollen.
Eine auf die Frage, wie das angeblich beste Gesellschaftsmodell der Zeit- und Menschheitsgeschichte, unsere Demokratie, eine Monstrosität wie einen Donald Trump zu einem "Präsidenten" machen konnte oder eine hilflose Person wie eine Angela Merkel, die tatsächlich in einem Interview belustigt von sich gegeben hatte, sie hätte (das WAR WIRKLICH so!) gar keinen Plan und würde immer nur "auf Sicht" entscheiden, immer wieder zu einer "Bundeskanzlerin" küren konnte.
Die Beobachtung, dass diese Demokratie vollkommen hilflos ist, weil sie derartige Polit-Homunkuli nicht wieder loswird, ist in diesem Zusammenhang sehr, sehr wichtig. Denn WIR selbst sind diese Homunkuli. Wir werden uns schon selbst erkennen müssen, wenn in der Zukunft daran etwas geändert werden soll.

Es wird dann aber zu spät sein.

Vor allem aber wird man resigniert zu dem Schluss kommen, dass die Auslösung des Dritten Weltkriegs, der sich an Israel entzündet haben wird, nur durch Gewinnsucht, Machtgeilheit und Habgier geschehen konnte. Selbstverständlich, wird man dann feststellen, selbstverständlich hätte man diesen winzigen Staat des Hasses niemals gewähren lassen dürfen und im Rückblick wird man sich dafür schämen, dass die "Politik" jahrzehntelang ungerührt beim Erschlagen und Verbrennen zugesehen hatte.

Im Rückblick betrachtet, wird man den Schulkindern am Lagerfeuer erklären und sie werden mit Kohle auf Scherben und Fellstücken mitkritzeln, wäre es ein Leichtes gewesen, diesen über alle Maßen zerstörerischen Blutrausch zu verhindern – ein Federstrich, ein Telefonanruf, eine Konferenz, ein Urteil nur … und nichts wäre passiert.

Es wird dann aber zu spät sein.

Vor allem, da die Region jetzt von niemandem mehr betreten werden darf, weil der Aufenthalt ohne Vollschutzanzug und enger, zeitlicher Begrenzung der Anwesenheit dort tödlich verlaufen kann. Wegen der Strahlung.
Ein paar stark zerknitterte Bilder, viele mit angebranntem Rand, werden herumgereicht und die Kinder bestaunen sie. Das wäre aber mal ein schönes Land gewesen, seufzen sie im Licht des Lagerfeuers. Die Lehrer nicken stumm. Schön, murmeln sie, schön aber grausam und voller Hass.
Die einen verstießen und vertrieben die anderen.
Die anderen schossen Raketen auf die einen.
Die einen erschlugen die anderen auf der Straße.
Die anderen erstechen Kinder der einen.
Die einen schießen auf die Kinder der anderen.

Keiner wird das verstehen. Niemand. Die Kinder werden ins Lagerfeuer starren, als läge darin die Antwort auf die Frage, warum das alles so kommen musste und die Lehrer werden mit den Achseln zucken, weil sie es auch nicht wissen.

"Warum haben sie nicht gekämpft, all diese Menschen?" wird ein kleiner Junge sagen, der mit müdem Blick seinen Lehrer ansieht.
"Weil sie nicht da waren." antwortet der Lehrer und weiß natürlich, dass der Junge diese Antwort nicht versteht.
"Wo waren sie denn alle?" fragt der Junge zurück.

Wie könnte der Junge das auch verstehen? Dass alle weg waren. Sie saßen vor dem "Tatort", sie lasen ihre "BILD", sie soffen auf Malle und sie waren "shopping".
"Shopping?" fragt der Junge, "Was war ’shopping‘?"
"Drogen." murmelt der Lehrer zurück. Drogen. Man hätte sie ihnen wegnehmen müssen.
Man hätte sie alle an den Schultern packen und schütteln müssen:
"Wach auf! Sieh hin! Sieh jetzt gefälligst hin!"
Aber man hätte in leere Augen geblickt und da, wo ein Schimmer von Seele hätte zu erkennen sein müssen, gähnte nur Leere und Schwärze und Adidas und Krombacher und Pornos und Malle würden leicht in der Tiefe der Augenhöhlen heraufgeschimmert haben.
Heute muss man dagegen anschreiben, anschreien und die schweigende Mittäterschaft aufkündigen. Für immer.

Es wird dann aber zu spät sein.

Vielleicht erinnert sich einer der Lehrer, dass die Alten Ägypter aus dem fremden Herrscher, der einst das Pharaonenreich niederwarf, in ihrem nicht enden wollenden Schrecken darüber sogar einen Dämonen für die Nachwelt gemacht hatten. Er hieß Apophis.
Und heute fliegen all die Merkels, Putins und Trumps durch unsere Länder … vielleicht wird man sie mit Ocker als böse Geister nach dem Dritten Weltkrieg auf Felsen abbilden. Und sich davor fürchten. Und vielleicht erklären die Lehrer den Kindern, dass man das, was man in uralten Zeiten "Hölle" nannte, heute "Demokratie" nennt, in der diese Dämonen hausen, wegen denen das ganze Land nun tödlich strahlt.

Die Lehrer sollten nicht verlegen an ihren Fellumhängen nesteln, wenn die Schüler über das letzte Stück Braten, das am Stock über dem Feuer hängt, zu streiten beginnen und der Satz fällt:
"Stimmen wir doch darüber ab!" und über "Mehrheiten" debattieren. Steine zum Abstimmen suchen und einen Vertreter eines "Präsidenten" wählen wollen.
Sie sollten nicht ratlos auf den Boden starren.
Sie sollten sich erschrecken.

Es wird dann aber zu spät sein.

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Über echsenwut

Ein Islamkonvertit; Ehemann, Familienvater, arbeitet im Marketing, unsterblich verliebt in Ägypten. Die Eule, mit deren Bild er gern kokettiert, steht für den Buchstaben "M" in den altägyptischen Hieroglyphen - und damit für das Initial seines Vornamens. Überaus leidenschaftlich in allem, was er tut; immer viel zu laut, zu präsent, engagiert. Man sagt: intelligent. Ich auch. :-)
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